Die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM) hat ihren Kriterienkatalog erweitert. Nachdem es bislang rund ums Töten ging und somit vor allem Gewalt an menschenähnlichen Charakteren und besonders deren Detailtreue zur Indizierung führen konnte, kamen nun weitere Punkte hinzu.

Sechs neue Kriterien gibt es. Ganz vorneweg „Unsittlichkeit“, womit gezeigt wird, dass es jetzt nicht mehr nur noch um die Indizierung sogenannter Killerspiele geht, sondern die Jugend umfassender geschützt werden soll. Eben auch vor Pornographie.

Hier die neuen Kriterien im Überblick:

  • Unsittlichkeit
  • Verrohende und zu Gewalt anreizende Wirkung durch Gewaltdarstellungen
  • Anreizen zum Rassenhass, Verherrlichung der NS-Ideologie
  • Diskriminierung von Menschen
  • Verherrlichung / Verharmlosung von Drogenkonsum
  • Schwere Jugendgefährdung

Auch was ausdrücklich keiner Indizierung bedarf wurde herausgearbeitet. Betroffen sind hier Spiele, in denen:

  • die Verletzung und/oder Tötung von Menschen eine unter mehreren möglichen Spielhandlungen darstellt und das Ergebnis der Kampfhandlung unblutig präsentiert wird
  • andere Elemente als Gewalttaten gegen Menschen eine wesentliche Rolle spielen
  • Tötungsvorgänge gegen Menschen verfremdet dargestellt werden und zwar in einer Form, die Parallelen zur Realität nicht nahe legt
  • Tötungsvorgänge ausschließlich gegen solche Wesen dargestellt werden, die Menschen eher nicht ähneln
  • auch Horror- und Splatterelemente enthalten sind, in denen jedoch nicht gewalthaltige Anteile spielbestimmend sind, wobei die Horrorelemente nicht so gestaltet sein dürfen, dass auf Grund der besonderen Brutalität die anderen Spielelemente in den Hintergrund treten.