Eine neue Studie der Uni Hohenheim kommt zu dem Ergebnis, dass es zwischen der Kriegsbefürwortung und dem Konsum von Killerspielen keinen Zusammenhang gibt. Damit stellt die Studie ein weiteres Puzzleteil in der Reihe der Untersuchungen dar, die belegen, dass es zwischen simulierter und realer Gewalt keinen direkten Zusammenhang gibt.

Killerspiele - Gewaltspiele sorgen nicht für eine Befürwortung von Kriegen

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Kriegsspiele erzeugen keine Kriegsbefürworter. Das zeigt eine aktuelle Studie der Uni Hohenheim.
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Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass es, was die Einstellung zu Krieg und Gewalt anbelangt, keinen Unterschied macht, ob jemand nun Spiele mit gewalttätigen Inhalten spielt oder nicht. Vielmehr seien Alter, Bildung und Autoritätshörigkeit Faktoren, die deutlich mehr Einfluss auf die Einstellung zum Militär haben.

Für die Untersuchung wurden 5000 Teilnehmer befragt, von denen der überwiegende Teil, nämlich 4500 Stück, gewalttätige Spiele spielte. 500 andere galten als Kontrollgruppe. Die Befragten sollten zu verschiedenen Aussagen zu den Themen Militär, Krieg, Terroranschläge und Gewalt Stellung nehmen. Dabei kamen die Forscher zu dem Ergebnis, dass sowohl die Spieler als auch die Nicht-Spieler durchschnittlich identische Antworten gaben.

Auffällig ist allerdings, dass es einen Unterschied macht, welchen sozialen Hintergrund die Befragten haben. So haben diejenigen mit höhere Alter, niedrigerer Bildung und ausgeprägterer Neigung zu Aggressivität und Autorität im Durchschnitt mehr Sympathie zu Soldaten und lehnen Kriege weniger ab.

Die Studie zeigt damit recht eindrucksvoll, dass nicht die Spiele, sondern der soziale Hintergrund Auswirkungen auf das Gewaltverhalten der Menschen hat. Etwas, das bereits von zahlreichen anderen psychologischen Studien gezeigt werden konnte.