Die Schlachtfelder der Gegenwart sind, so wie auch unser ziviles Leben, von Hightech-Anwendungen durchsetzt. So tragen manche Soldaten, die im Irak oder in Afghanistan ihren Dienst verrichten Kameras an ihren Helmen. Sie dienen dazu, Gefechtsaufzeichnungen zu machen und die Kämpfe auszuwerten - oder direkt im Geschehen den Kommandanten aus der Ferne zu ermöglichen, die Situation zu bewerten. Sie zeigen uns aber auch eine Perspektive, die wir nur all zu gut kennen.

Killerspiele - ECHTE Kriegsbilder - aus einer "Call of Duty"-Kameraperspektive

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War. War never changes. Zumindest, was den realen Krieg angeht, denn an der Konsole sind die Spielregeln durchaus variabel.
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Eine Perspektive, die wir aus Ego-Shootern wie Call of Duty durchaus ziemlich gut kennen. Allerdings wird hier mal wieder der Unterschied zwischen gespieltem und realem Krieg deutlich. Die Realität ist deutlich weniger gradlinig und verläuft nun einmal nicht von Checkpoint zu Checkpoint.

Das bei der New York Times veröffentlichte Video zeigt einen Angriff in Afghanistan, der von einer Helmkamera aufgezeichnet wurde. Der Kommentar der Times stellt ebenfalls eine Verbindung zu Ego-Shootern her, nur dass hier Explosionen und Querschläger als Soundtrack dienen.

Es fällt allerdings schwer, den Vergleich zwischen echtem Krieg und einem Unterhaltungsprodukt aufrechtzuerhalten, nur weil beide aus einem identischen Blickwinkel betrachtet werden. Durch die Audioaufzeichnungen wird der Stress, den die Soldaten im Feld haben geradezu fühlbar. Es wird wohl kaum jemanden geben, der entsprechendes beim Spielen von Call of Duty durchlebt. Immerhin gibt es da Spielstände, die man laden kann, wenn man zu schwer getroffen wird (und Verletzungen heilen auch unwahrscheinlich schnell). Das gilt für das reale Kampfgeschehen nicht.

Das Video, welches auf den Seiten der New York Times gehostet ist, ist in jedem Fall sehenswert, gibt es doch Einblick in den Arbeitsalltag der Soldaten in Afghanistan.