Bisher gewann man den Eindruck, außerhalb von Deutschland würde nur der Kopf geschüttelt angesichts der hierzulande stattfindenden Killerspiele-Diskussion. Nun sind aus dem fernen England ganz ähnliche Stimmen zu vernehmen: David Cameron, Vorsitzender der konservativen Partei, kündigte an, bei einem Wahlsieg 2009 gegen Gewalt verherrlichende Spiele vorzugehen.

Die angekündigten Maßnahmen werden damit begründet, die zunehmende Jugendgewalt eindämmen zu wollen. Laut Cameron müsse man "das Übel bei der Wurzel packen".

Standen bisher vor allem Drogen, Gewaltvideos und Musik im Fadenkreuz der Tories, weiten sie ihren Aktionismus nun auch auf Computerspiele aus: "Wir werden niemals Verbrechen bekämpfen können, wenn wir nicht auf den Gesamtkontext schauen", gab Cameron gegenüber der BBC an. Zu diesem Kontext gehören in der modernen Gesellschaft eben auch Videospiele.