Der legendäre Mordermittler Josef Wilfling, der unter anderem die Morde an Walter Sedlmayr und Moshammer aufklärte, äußerte sich kürzlich gegenüber dem bayrischen Sonntagsblatt negativ zu Videospielen. Derzeit tourt er durch die Bundesrepublik, um Werbung für sein am Anfang des Jahres veröffentlichtes Buch zu machen.

Killerspiele - "Dieser Dreck gehört runter vom Markt"

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/6Bild 194/1991/199
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Jedenfalls sagte er zu sogenannten Killerspielen: "Dieser Dreck gehört runter vom Markt. Alle Amokläufer an Schulen haben diesen Schund konsumiert." Wie er erklärte, fragen ihn die Leute immer, wie er die Bilder in seinem Beruf verarbeitet. "Aber keiner fragt sich, wie ein Kind Videospiele verarbeitet, in denen Szenen so realistisch dargestellt werden, dass die Kids ja praktisch schon im virtuellen Raum leben. Kriegsspielzeug ist verboten, Killerspiele sind erlaubt. Das kann nicht sein.", so Wilfling.

Diese Aussagen sind durchaus denkwürdig, denn gerade als angesehener Mordermittler müsste man doch wissen, dass nicht alle Amokläufer Videospiele gespielt haben. Zum Beispiel fanden die Ermittler weder in Ansbach noch damals in Blacksburg Videospiele. Hinzu kommt, dass ebenso die Aussage mit dem verbotenen Kriegsspielzeug falsch ist. Kriegsspielzeug ist in Deutschland nicht verboten.