Ab sofort muss die Killerspiel-Debatte in Deutschland auf höchster Ebene geführt werden, denn die öffentliche Online-Petition gegen ein geplantes Herstellungs- und Verbreitungsverbot für Actionspiele mit gewalthaltigen Inhalten wurde mittlerweile von mehr als 50.000 Bundesbürgern unterzeichnet. Damit wird es verpflichtend für den Bundestag, sich mit dem Anliegen zu befassen.

Killerspiel-Debatte

- Die Petition ist durch - nun entscheidet der Bundestag
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Ganz so einfach, wie sich die Innenminister das erhofften, sind Deutschlands Zocker nicht zu schlagen.
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Die Unterzeichner fordern den Bundestag in der Petition auf, "gegen den Beschluss der Innenministerkonferenz vom 5. Juni 2009" zu entscheiden." In dem hatten sich die Innenminister der Länder darauf festgelegt, ein ausdrückliches Herstellungs- und Verbreitungsverbot in Bezug auf die sogenannten 'Killerspiele' so schnell wie möglich umzusetzen.

Der Beschluss hatte nicht nur in den Reihen der Spieler für Unverständnis gesorgt. Auch in Kreisen der Politik ist man sich nicht grundsätzlich einig, bisweilen nicht einmal innerhalb der Parteien. Politiker der Linkspartei, der FDP sowie der Grünen sind tendenziell gegen ein generelles Killerspiel-Verbot, die SPD hält ein Verbot zwar für nicht falsch, aber auch nicht für unbedingt notwendig. Nur Unions-Politiker fahren in Bezug auf die 'Killerspiele' einen harten Kurs und wollen sie strikt verbieten.

Im Bundestag bestehen also durchaus gute Chancen darauf, dass man den Beschluss der Innenministerkonferenz außer Kraft setzt. Dafür muss sich nun ein Petitionsausschuss in einer öffentlichen Sitzung mit dem Antrag befassen. Die Aufmerksamkeit der Jugend dürfte den Damen und Herren in Berlin, zumindest während dieser Sitzung, sicher sein.

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