Noch immer steht die Diskussion um das Verbot von Killerspielen nicht still. Besonders die in Deutschland ansässigen Entwickler und Publisher sind davon betroffen, da im Falle eines Verbotes viele Arbeitsplätze verloren gehen könnten. Erst im letzten Jahr äußerte sich Crytek zu dem Thema und gab an, dass man über das Auswandern ins Ausland nachdenkt. Jetzt sprach Crytek erneut über das Thema gegenüber PCGames und hat seine Meinung nicht gändert.

Killerspiele - Crytek droht mit Auswanderung

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Crytek-Chef Cevat Yerli erzählte: "Ein Verbot von Action-Spielen in Deutschland ist besorgniserregend, weil das bedeutet, dass wir als Spieleentwickler hier nicht arbeiten können. Wenn die Kreativschaffenden in Deutschland sich nicht an einem der bedeutendsten und zukunftsträchtigsten Kulturmedien beteiligen können, heißt das nichts anderes, als dass wir gezwungen sind, ins Ausland abzuwandern. Es besteht die Gefahr, dass die deutschen Talente wegen der aktuellen politischen Diskussion ihres gebührenden Platzes in der internationalen Spieleentwicklerlandschaft beraubt werden. Gleichzeitig würden den deutschen Konsumenten Werke der Unterhaltungskultur vorenthalten, die überall in der Welt als unbedenklich und unterhaltsam angesehen werden."

Wohin die Auswanderung gehen könnte, ist nicht bekannt. Im letzten Jahr gründete Crytek in Seoul ein Tochterunternehmen. Weitere Studios liegen in der Ukraine, Ungarn und Bulgarien.