Der deutsche Bundestag hat heute das Gesetz gegen so genannte "Killerspiele" verabschiedet: Dieses ermöglicht eine einfachere Indizierung von gewalthaltigen Filmen und Computerspielen. Außerdem müssen die Alterskennzeichnungen der USK besser auf den Packungen erkennbar sein.

Das umstrittene Gesetz soll nach Meinung von Familienministerin Ursula von der Leyen den Jugendschutz verbessern. Es erweitert den Kriterienkatalog, mit dem Medien als gewaltverherrlichend eingestuft werden. Danach stehen ab sofort sämtliche Spiele unter Verbot, die "besonders realistische, grausame und reißerische Gewaltdarstellungen und Tötungshandlungen beinhalten, die das mediale Geschehen selbstzweckhaft beherrschen" (von der Leyen).

Neu an dieser Formulierung ist, dass bereits die drastische Gewaltdarstellung selber indiziert werden soll - bisher war dies nur bei Spielen möglich, die Gewalt regelrecht verherrlichen.

Die Opposition stimmte gegen das Gesetz. Ihrer Meinung nach nutze das Gesetz in der Praxis wenig - Gewaltspiele würden dennoch konsumiert, weil die Verfügbarkeit via Internet heutzutage jederzeit gegeben sei. Stattdessen fordern FDP, Grüne und die Linke eine Verschärfung der Kontrollen im Handel sowie eine bessere Medienkompetenz für Eltern und Pädagogen.