Im Rahmen der Trauerfeier in Winnenden hat Bundespräsident Horst Köhler ein Vorgehen gegen "gewaltverherrlichende Spiele und Filme" gefordert.

Köhler sprach in der Kirche St. Karl Borromäus und verlas unter anderem die Namen der 15 Opfer, die Tim K. bei seinem Amoklauf getötet hatte. Neben Beileidsbekundungen und der Versicherung "Ganz Deutschland trauert mit Ihnen. Sie sind nicht allein" sprach er sich auch für ein Vorgehen gegen gewaltverherrlichende Spiele und Fime aus. "Sagt uns nicht der gesunde Menschenverstand, dass ein Dauerkonsum solcher Produkte schadet? Dieser Art von Marktentwicklung sollte Einhalt geboten werden", so Köhler wörtlich, der die "ungezählten Filme und Computerspiele" kritisierte, in denen die Zurschaustellung von Gewalt im Vordergrund stehe.

Köhler stellte sich damit hinter die Forderung der Hinterbliebenenfamilien, die in einem offenen Brief an die Winnender Zeitung erklärt hatten: "Wir wollen, dass Killerspiele verboten werden". Zudem forderten die Familien unter anderem Änderungen am Waffenrecht.