Fox News kritisiert das am 22. Februar erscheinende Bulletstorm als das wohl schlimmste Spiel der Welt und warnt Eltern schon mal vor, dass sie besser auf ihre Kinder aufpassen sollen - denn da zieht ein Bulletstorm auf.

Killerspiele - Bulletstorm ist laut "Experten" das schlimmste Spiel der Welt

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Brutale Gewalt, die 9-Jährige nachhaltig schädigen kann.
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Schlimm: In dem Spiel kommt profane Gewalt vor, F-Wörter werden benutzt und man kann den Gegnern in die Intimteile, wie z. B. die Arschbacken, schießen. Außerdem fliegen Körperteile umher, die sich überall über den Monitor verteilen.

Das wäre, so Fox News, aber noch lange nicht das Schlimmste. Nein! Es gibt sogenannte „Skill Shots“, die besonders belohnt werden und explizit sexuelle Inhalte haben. Schneidet man einen Gegner in zwei Hälften, heißt das „Topless“, das Töten einer ganzen Gruppe von Gegner nennt sich „Gang Bang“. Und wenn dann auch noch 9-Jährige dieses Spiel spielen, so die Experten von Fox News, könnte die Videospielgewalt eine geradezu fiebrig-heiße Stufe erreichen.

„Wenn ein jüngeres Kind Bulletstorms drastische Sprache und Gewalt wahrnimmt, dann könnte es zu signifikanten Schäden kommen“, so der klinische Psychologe Dr. Jerry Weichman vom Hoag Neurosciences Institute in Südkalifornien.

„Brutale Videospiele wie Bulletstorm haben das Potenzial, die Botschaft auszusenden, dass Gewalt und Beleidigungen mit sexuellen Anspielungen die Möglichkeit sind, um Streitigkeiten und Probleme zu lösen.“

Eine weitere Psychologin, Carol Lieberman, stellt sogar einen Zusammenhang zwischen sexuellen Situationen und Akten in Videospielen und realen Fällen von sexueller Gewalt her:

„Der Anstieg der Zahl von Vergewaltigungen kann zum großen Teil dem Ausspielen von sexuellen Szenen in Videospielen zugeschrieben werden.“

Die ESRB stuft alle Spiele in die Kategorien T für Teenager und M für Erwachsene ein - diese Einstufung ist Lieberman zufolge allerdings nutzlos, da die Händler nicht gezwungen werden, sich an diese Einstufungen zu halten. Verteidiger von Videospielen sagen, dass das System perfekt funktioniert: Eltern sind verantwortlich dafür, ob sie sich dafür entscheiden, ob sie Spiele spielen dürfen, nicht die Regierung.

Epic Games reagierte gar nicht auf eine Anfrage von Fox News und Electronic Arts kommentierte, dass „Bulletstorm von der ESRB mit einem M für Erwachsene bewertet wurde, und wir haben uns an alle Richtlinien bezüglich des Marketings und der Bewerbung von Bulletstorm gehalten.“

Seitens Electronic Arts wurde der Artikel von Fox News weitergehend damit kommentiert, dass es sich bei Bulletstorm um Kunst und Unterhaltung für Erwachsene handelt:

„Epic, People Can Fly und EA unterstützen das Recht von Künstlern, Arbeiten für die Unterhaltung und Fiktionen für Konsumenten aller Altersgruppen, inklusive Erwachsene, die Action-Adventures wie Bulletstorm mögen, zu erstellen. Genau wie Tarantinos Kill Bill oder Rodriguez‘ Sin City ist dieses Spiel ein Ausdruck der kreativen Unterhaltung für Erwachsene.“

Betrachtet man den Artikel von Fox News näher, dann wiederholen sich lediglich die Argumente, die allgemein in der Killerspieldebatte bekannt und widerlegt sind. Videospiele führen nur dann zu Gewalttaten, wenn die Spieler bereits psychisch beeinträchtigt sind und entsprechende Vorerkrankungen aufweisen.

Die Tatsache, dass von den „Experten“ 9-Jährige als Spieler vorgeführt werden, kann nur als wenig realistisch angesehen werden. Es dürfte jedem Elternteil bewusst sein, dass Spiele mit Gewaltinhalten nicht für 9-jährige Kinder geeignet sind.