Spiele mit Gewaltinhalten lösen immer wieder konträre Diskussionen aus. Mittlerweile gibt es zahlreiche Studien die belegen, dass sie keine negativen Auswirkungen auf Spieler, insbesondere Kinder und Jugendliche, haben. Eine neue Studie belegt nun, dass sie nicht nur keine negativen Auswirkungen haben, sondern, dass sogar positive Effekte zu beobachten sind.

Eine kürzlich von der Texas A&M International University durchgeführte Studie, wurde eine Gruppe Freiwilliger Stress ausgesetzt. Einigen Probanden wurde danach erlaubt, Videospiele zu spielen. Das Ergebnis war, dass die Spielergruppe später über weniger Stress und Depressionen berichtete.

In einer Schlussfolgerung, die den meisten anderen Studien widerspricht, geht Professor Christopher Ferguson davon aus, dass brutale Videospiele durchaus in der Lage wären, Ärger und Depressionen zu bekämpfen.

Bei der Messmethode wurden vier Gruppen von überwiegend lateinamerikanischen Studenten einem wissenschaftlich belegten Stressauslöser names Paced Auditory Serial Addition Task (PASAT) ausgesetzt, bei der alle drei Sekunden eine Zahl im Kopf addiert werden muss. Danach durften zwei Gruppen brutale Videospiele Spielen (Hitman 4: Blood Money oder Call of Duty 2), eine Gruppe durfte ein gewaltfreies Spiel spielen (Madden NFL 07) und der letzten Gruppe wurde gesagt, dass sie nicht in der Lage sein würden, ein Spiel zu spielen, weil es eine Fehlfunktion gäbe.

Während Ferguson schlussfolgerte, dass die spielenden Gruppen weniger Aggressionen und Depressionen aufweisen, präsentierte der Professor aber auch einen Einwand in Bezug auf seine Schlussfolgerung. Die Einzigartigkeit der Kontrollgruppen könnte verschiedene Ergebnisse hervorbringen, wenn ein größerer und verschiedenartiger Pool an Testpersonen verwendet würde.

Die vollständige Studie wurde in der Fachzeitschrift "European Psychologist" veröffentlicht.