Seit einiger Zeit treibt ein Heckenschütze im schwedischen Malmö sein Unwesen. Er schießt meist in den Abendstunden auf dunkelhäutige Einwanderer, die er in Wohnungen, in Autos oder auf offener Straße in Visier nimmt. Eine 20-jährige Frau starb durch einen der Schüsse, bis zu 15 Menschen wurden teilweise schwer verletzt.

Killerspiele - Britischer Politiker bringt Amokläufer mit Counter-Strike in Verbindung

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Gibt es einen Zusammenhang zwischen Counter-Strike und dem Heckenschützen von Malmö?
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Nun wurde ein 38-jähriger Mann als Tatverdächtiger festgenommen, nachdem die schwedischen Behörden vornehmlich in rechtsradikalen Kreisen ermittelten.

Für Keith Vaz, Mitglied der britischen Labour-Partei, ist der rechtsradikale Hintergrund allerdings weit weniger ausschlaggebend. Vielmehr erklärte er vor dem britischen Parlament:

„Die kürzlichen Vorfälle in Malmö, Schweden, stehen in Verbindung mit dem gewalthaltigen Videospiel Counter-Strike.“

Zudem soll das Spiel auch im Zusammenhang mit Amokläufen an amerikanischen Schulen stehen.

Wie Vaz zu der Idee kommt? Nun, vermutlich hat er lediglich Zeitung gelesen. Die Times zitiert einen ortsansässigen Schweden, der sagt:

„Ich bin sicher, dass das auf irgendein verrücktes Kind zurückzuführen ist, das den ganzen Tag dieses Sniping-Game Counter-Strike spielt. Ich glaube nicht alleine an diese Nazi-Theorie.“

Das bringt den britischen Politiker unter anderem dazu, vom Parlament zu fordern, den Verkauf von Spielen an Minderjährige allgemein zu kontrollieren und Erwachsene deutlich besser über Spiele mit Gewaltinhalten zu informieren.

Angemerkt sei dazu, dass Counter Strike trotz seiner ehemaligen Beliebtheit bei Weitem nicht mehr das Maß der Dinge ist, dass es an Minderjährige gar nicht verkauft werden darf und dass der mutmaßliche Täter (dessen Schuld im Übrigen noch nicht festgestellt ist) mit 38 Jahren durchaus zu einer Altersgruppe gehören dürfte, der ein Mindestmaß an geistiger Reife zugeschrieben werden kann. Insbesondere dann, wenn es um das Schießen auf Menschen geht.

Offiziell wurde der Shooter seitens der schwedischen Behörden übrigens mit keiner Silbe erwähnt.