In einer offiziellen Stellungnahme reagierte heute der Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware (BIU) auf Äußerungen der CSU-Politiker Joachim Herrmann und Christine Haderthauer (gamona berichtete). Diese kritisierten letzte Woche mit scharfen Worten die Praxis der USK, die zudem als "von der Medienwirtschaft bezahlt und besetzt" verunglimpft wurde.

Killerspiele - BIU: "CSU hat deutschen Jugendschutz nicht verstanden"

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Näher am Menschen, fern von der Realität.
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„Wenn die für den Jugendschutz in Bayern verantwortliche Staatsministerin Haderthauer in den Medien behauptet, die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle würde am Staat vorbei Alterskennzeichnungen vergeben, dann hat Sie das System des Jugendschutzgesetzes leider nicht verstanden“, entgegnet nun Olaf Wolters vom BIU in einer Pressemeldung. Er fordert die Wetterer "trotz Dauerwahlkampfs zur sachlichen Diskussion" auf.

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Olaf Wolters vom BIU.
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Der BIU, so Wolters, könne die Vorwürfe "in keiner Weise nachvollziehen". Das Land Nordhein-Westfalen habe bei den Obersten Landesjugendbehörden die Federführung, ist also maßgeblich an den Alterseinstufungen der Spiele beteiligt. Sprich: Wenn die Politiker mit den Urteilen der USK nicht zufrieden sind, sollten sie sich an der eigenen Nase fassen, da sie direkten Einfluss auf deren Entscheidungen haben. "Frau Haderthauer sollte dies als für den Jugendschutz zuständige Ministerin wissen", so Wolters.

Er antwortet weiter auf die Vorwürfe der Ministerin: „Es gibt derzeit keinerlei Anhaltspunkte dafür, dass die Arbeit der USK bzw. die bestehenden Prüfkriterien unzureichend sind. Die Evaluation des Hans-Bredow-Instituts im Auftrag von Bund und Ländern hat in einem Bericht jedenfalls die Alterskennzeichen der USK als nachvollziehbar bezeichnet.“