Seit dem Amoklauf vor fast einer Woche in Winnenden sind sie wieder in aller Munde: Die sogenannten Killerspiele. Die Politiker und Presse überschlagen sich und versuchen immer reißerische Aspekte gegen Computerspiele zu finden. Vielleicht nur eine Ablenkung, um die wahren Gründe für einen Amoklauf zu verschleiern?


Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) äußerte sich bereits in der Vergangenheit kritisch über Computerspiele. Zum aktuellen Fall vergleicht er Spiele sogar mit Kinderpornographie: "Ich kann nicht nachvollziehen, wieso man sich im politischen Berlin weitgehend einig ist, Kinderpornographie im Internet zu verbieten und das mit allen Mitteln auch konsequent durchsetzen will, dies aber bei Gewalt verherrlichenden und extrem grausamen Killerspielen nicht möglich sein soll."

Weiter gibt er zum Besten: "Die Vollzugsprobleme, ein Herstellungs- und Verbreitungsverbot von Killerspielen durchzusetzen, sind nicht größer als die Durchsetzung des Verbots von Kinderpornographie. Im Gegenteil: ein strafrechtliches Verbot oder eine Indizierung zerstört wegen des damit verbundenen Werbeverbots wirksam die Marktchancen derartiger Gewaltspiele. Entweder der Staat versucht, das durchzusetzen oder er streicht völlig die Segel."

Mit diesen Worten sieht er in "Killerspielen" eine hohe Gefahr. Das derzeitige Verfahren der freiwilligen Selbstkontrolle muss laut Herrmann kritisch überprüft werden, damit die Spiele keine Chance mehr auf dem Markt haben.

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