Das Thema Killerspiele ist seit dem Amoklauf von Winnenden Gesprächsstoff Nummer Eins in der Politik und den Medien. Niemand kann es mehr hören, doch irgendwie ist es immer stets aktuell. Mehr als ein wenig merkwürdig mutet jetzt jedoch ein neues Vorhaben der Politik an: Auf der einen Seite sollen Videospiele verboten werden, auf der andere Seite hingegen werden Schützenvereine weiterhin gefördert.

Killerspiele - Bayern: Schießstand in Hauptschule geplant

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Die Politik ist sich anscheinend einig: "Killerspiele töten, Waffen nicht."
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Unglaublich, aber wahr: Der Schützenverein Gemütlichkeit Olching wird bald in ein neues Gebäude umziehen. Hierbei handelt es sich allerdings nicht um ein normales Gebäude in der Gemeinde Olching, sondern um die Turnhalle einer Hauptschule. Laut dem zweiten Bürgermeister soll diese Lösung mit großer Mehrheit vom Gemeinderat gefasst worden sein. Bayerns Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU) hingegen fordert alle Beteiligten bei diesem Thema zu höchster Sensibilität auf.

Angeblich wird in dem Schützenverein nicht mit scharfer Munition geschossen, sondern ausschließlich mit Luftgewehren. Trotzdem können Luftgewehre tödlich sein, wenn man denn Stahlgeschosse und andere "schwere" Munition verwendet. Die Kooperation zwischen dem Schützenverein und der Hauptschule wurde deshalb eingegangen, weil die Schule gerade neu gebaut wird und man somit nicht extra erst ein neues Grundstück kaufen müsse. Der Schießstand erhält seinen eigenen Eingang und die Schüler werden keinen Zutritt haben.

Gerade in der derzeitigen Lage eine äußerst makabere Entscheidung. Besonders auffällig hierbei ist, dass solch ein Vorhaben gerade aus Bayern stammt, dem Zentrum der Killerspiel-Debatte.