Es gibt wieder neuen Zündstoff zum immer noch sehr populären Thema „Killerspiele“. Am 11. März vergangenen Jahres ereignete sich der tragische Amoklauf in Winnenden. Nun äußert sich Baden-Württembergs Innenminister Heribert Rech kurz vor dem Jahrestag der Tragödie zum Thema „Killerspiele“ und „Waffen“.

Killerspiele - Baden-Württembergs Innenminister: "Killerspiele sind abartig und gefährlich"

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"Killerspiele" rücken wieder in den Fokus der Öffentlichkeit.
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Während Herr Rech bei Waffen auf die Verantwortung von Vereinen und Verbänden hofft, will er sich für ein Verbot der sogenannten „Killerspiele“ stark machen. Anscheinend hat er nicht viel Vertrauen gegenüber der Spielebranche. Es ist schon merkwürdig, wie man bei dem Thema „Waffen“ auf Vereine setzen kann, den Spielern heutzutage aber jegliche Verantwortung abspricht, sondern gleich auf ein Verbot setzt.

In einem Interview mit der Deutschen Presse-Agentur sagte er aber, dass die Verfügbarkeit von Waffen natürlich auch ein Risikofaktor ist. Wörtlich hört sich das dann so an: "Ich setze sehr auf die Verantwortung von Vereinen und Verbänden. Sie weisen ihre Mitglieder übrigens immer wieder auf den sorgfältigen Umgang mit Waffen und die sicherere Aufbewahrung hin."

Zum Thema "Killerspiele" vertritt Herr Rech allerdings eine schärfere Meinung und teilt die Auffassung des "Expertenkreis Amok", "Killerspiele" zu verbieten. "Killerspiele halte ich für abartig und gefährlich. Da sollten wir mit einem Verbot ernst machen." Was der Innenminister unter dem oft benutzten Begriff „Killerspiele“ versteht, ließ er allerdings offen. Ebenso ließ er offen, wie und in welchem Umfang ein Verbot der Spiele durchzusetzen sei.