Rund um die Berichterstattung zum Thema "Killerspiele" geriet auch die ARD-Sendung "Kontraste" ins Kreuzfeuer der Kritik. Nachdem die Verantwortlichen dort massenhaft Zuschriften und Leserbriefe bekommen haben, reagieren sie nun. In einer Mail an die empörten Zuschauer wird versucht, die Vorwürfe der Gegenseite zu entkräften - mehrheitlich mit Links auf Studien, die eine Steigerung des Aggressionspotentials bei Konsum gewalttätiger Spiele nachweisen sollen. Zudem wird friedlichen "Killerspiel-Spielern" attestiert, sie "dürfen sich also als den statistischen Ausreißer betrachten.

Unter anderem heisst es in dem Schreiben:

Hauptthese des Stückes war und ist: "Gewalttätige Computerspiele machen brutal und dumm, und zwar um so mehr, um so jünger der Spieler ist, um so gewalttätiger die Spiele sind, um so länger die Spielzeit pro Tag ist."

So löblich es ist, dass man bei Kontraste überhaupt auf die Zuschriften und Proteste reagiert, so einseitig ist erneut der Umgang damit. Statt Einsicht und einer differenzierten Betrachtungsweise argumentiert man mit einer Statistik-These und den "wissenschaftlichen" Argumenten von nur einer Seite. Schwach - da hätten wir uns mehr versprochen.

Andererseits "glänzte" auch die Community in ihren Protestbriefen mit Zuschriften wie ""Ihr seid so welche Spacken. Dümmer gehts nicht" oder "Ihr seid doch alles spasten ihr hundesöhne. Fickt euch." - so, liebe Spieler, wird niemals eine konstruktive Debatte aufkommen.