Auch wenn der Shooter 'Six Days in Fallujah' nicht vor 2010 erscheint, sorgt er schon jetzt für gehörigen Wirbel. Denn die Entwickler legen bei der Entwicklung besonderen Wert auf Realität und sollen Berichte und persönliche Erfahrungen von den an den Kämpfen im Irak beteiligten US-Soldaten in die virtuelle Umsetzung eingearbeitet haben.

Entstehen soll so eine Spielerfahrung, die den Spieler an den Ort des Geschehens versetzt, wo er den Angriff selber miterleben soll. "Wir sehen in diesem Projekt mehr als nur ein Spiel, sondern vielmehr eine Art neuer Form der Dokumentation", stellt Peter Tampe, Chef des Entwicklerstudios Atomic Games, in einem Interview mit den Kollegen des Wall Street Journal klar.

Und während sich die Weltpresse zusehends kritisch äußert, glauben Branchenexperten ohnehin nicht an einen Erfolg des Titels:

"Mit diesem Spiel wird ein kommerzieller Erfolg nur schwer möglich sein. Der Trend geht heute eindeutig in eine ganz andere Richtung, und zwar zu familientauglicher, leicht zugänglicher Unterhaltung", erklärt Hans Solar, Lehrgangsleiter am Games College und findet, dass ein hoher Realitätsanspruch in diesem Zusammenhang kein Erfolgsgarant sei:

"Entscheidend ist nicht der Realitätsgrad, sondern der Spaßfaktor. Ich persönlich kann mir nicht vorstellen, dass viele Leute Spaß daran haben werden, sich als US-Soldat an den Kämpfen in Fallujah zu beteiligen."