Ein sich auf Kickstarter mit dem Nickname Encik Farhan angemeldeter Betrüger brachte über 100 Kampagnen um ihr Geld. Wer hinter dem Ganzen steckt, ist nach wie vor unklar.

Auf Kickstarter gab es schon einige Betrüger, doch anscheinend nicht solch einen Fall wie Encik Farhan.

Über Kickstarter-Kampagnen spendet man einem Projekt bekanntlich Geld und erhält dafür Boni, die je nach Höhe der Spende unterschiedlich ausfallen können. So bekommt man etwa T-Shirts, Credits in einem Spiel und andere Goodie.

Genau diese Projekte steuerte er an und spendete große Geldbeträge, wartete bis die Goodies geliefert wurden und kontaktierte schließlich sein Kreditkarteninstitut, um die Zahlung zurückzufordern. Somit verloren die Kampagnen wieder ihr Geld, doch die Goodies blieben bei ihm.

Unklar bleibt, wieso man den Betrüger noch nicht identifizieren konnte. Die Kreditkarten-Daten könnten natürlich gestohlen sein, doch wieso sollte er in diesem Fall das Geld hier zurückziehen, zumal dies als Nichtbesitzer gar nicht mal so einfach wäre? Zudem mussten die Goodies ja an irgendeine Adresse geliefert werden.

Aufgedeckt hatte das die Cartoonistin und betroffene Alex Heberling. Kickstarter will in diesem Fall nun mit Amazon (wickelt die Bezahlungen ab) zusammenarbeiten, um die Situation zu untersuchen.

Encik ist übrigens arabisch und bedeutet übersetzt Herr, also Herr Farhan. Der Account des Betrügers wurde inzwischen gesperrt.