Im Vergleich zum Vorjahr gingen die Investitionen auf Kickstarter in Spiele-Projekte deutlich zurück. Zu diesem Ergebnis ist die britische Consultingagentur ICO Partners gekommen.

Kickstarter - 2014: Deutlich weniger Spiele-Investitionen

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Kickstarter ist nicht mehr so gefragt wie noch in den vergangenen zwei Jahren.
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Man geht für dieses Jahr von Investitionen in Höhe von rund 27 Millionen US-Dollar aus – zum Vergleich: 2013 waren es fast 58 Millionen Dollar. Zwar ist das Jahr noch nicht vorbei und es könnte sich je nach Projekt einiges ändern, für die Analyse aber nahm man sich die ersten sechs Monate 2014 her. Und die sind mit 13,5 Millionen Dollar alles andere als üppig ausgefallen.

Der Grund liegt einerseits natürlich an den fehlenden Groß-Projekten, so wie es im vergangenen Jahr noch der Fall war. Hier gab es zahlreiche Titel wie Torment, Mighty Number 9, Elite, Camelot Unchained, Dreamfall, Richard Garriott’s Shroud of the Avata und Co.

21 Projekte hatten 2013 mehr als 500.000 Dollar eingenommen, 2014 waren es bislang nur 3, nämlich Kingdom Come: Deliverance, Amplitude und Unsung Story.

2012 war das Crowdfunding-Modell noch neu und kam vor allem bei den Unterstützern sehr gut an – damals hatte Double Fine mit seinem Adventure Broken Age für Aufsehen gesorgt und eine neue Welle losgetreten.

Zwei Jahre später sind die potentiellen Unterstützer nicht mehr ganz so von dem Modell begeistert, was auch daran liegt, dass nicht alle umgesetzten Projekte wirklich gut sind und nicht alle Projekte wirklich umgesetzt werden. Clang und Yogscast sind zwei bekannte Negativ-Beispiele.

Und dann ist da laut ICO Partners Early Access auf Steam. Es ist im gewissen Sinne eine Konkurrenz für Kickstarter, können darüber doch unfertige Spiele zum Kauf angeboten werden. Im Vergleich zu Early Access ist der Aufwand für eine Kickstarter-Kampagne viel höher, nicht zuletzt durch die versprochenen Goodies für die Unterstützer.

Darüber hinaus endet auf Kickstarter die Kampagne nach einem Monat – das hat man bei Early Access nicht. Daher stellt man die Vermutung auf, dass viele erfolgreiche Spiele bei Early Access die Crowdfunding-Phase übersprungen haben, um direkt mit der Alpha-Finanzierung zu beginnen.