Key of Heaven (PSP Review)
von Ulli Kunz

Es hätte eigentlich alles so schön sein können. Jahrhunderte lang teilten vier sich nicht sonderlich freundlich gesonnene Klans mehr oder minder friedlich das Land Ohka unter sich auf. Zwar gab es hier und da Reibungen, zum offenen Krieg kam es jedoch bislang nie.

Doch dann entschied der Kirin-Klan, dass das so irgendwie nicht weitergehen kann, denn schließlich strebt man die alleinige Macht an. Und so geschah es, dass der Kirin-Klan die Waffen erhob und den Krieg begann.

Shinbu, eine Art Freigeist mit famosen Kampffähigkeiten, denkt sich nichts böses, als ihm eines Tages ein hübsches Mädel in die Arme rennt, das von einem Haufen übler Gesellen verfolgt wird. Ganz Gentlemen verteilt er daraufhin mit einigen Schwerthieben die Eingeweide der Verfolger in der Landschaft und widmet sich der nunmehr Geretteten, die sich ganz Dankesergeben als Sui Lin vorstellt.

Sie suchen den wohl letzten Überlebenden des Seiryu-Clans, der nicht nur eindrucksvoll mit seiner Waffe umgehen soll, sondern obendrein aufgrund eines nicht näher genannten Grundes vor gar nicht mal allzu langer Zeit achtkantig aus dem Klan flog.

Logisch, dass es sich hierbei nur um Shinbu handeln kann. Also machen sich Sui Lin und Shinbu auf den Weg, den Seiryu-Klan zu rächen und wieder neu aufzubauen, weitere Kampfgenossen zu finden, zwischendurch einige eingestreute Aufgaben zu lösen und gemeinsam gegen die Kirin zu ziehen.

Key of Heaven - Kampflastig ist noch untertrieben: Metzeln und Schnetzeln auf der PSP!

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Chi? Was ist ein Chi?
Nun ist nicht nur Rache für die Vernichtung des Seiryu-Klans die für Shinbu wichtigste Aufgabe. Jeder Klan beherrscht einen besonderen Kampfstil, auch Chi genannt, der sich eng an die Elemente (Erde, Feuer, Wasser, Metal, Holz) orientiert. Das besondere daran ist, dass es keinen allmächtigen Kampfstil an sich gibt, sondern die Stile ähnlich wie Stein-Schere-Papier fungieren. Der Klan mit dem Holz-Chi mag gegen den Erde-Klan Vorteile genießen, erleidet aber gegen das Metall-Chi einen gewissen Nachteil. Feuer macht Metall platt und wird seinerseits von Wasser, nun ja, nass gemacht. Trifft Feuer aber auf Holz, sind beide Kampfstile zwar verschieden, aber dennoch ebenbürtig.
Die Kirin, die das Erd-Chi nutzen, griffen daher den Seiryu-Klan blitzartig und ohne Vorwarnung an, da deren Holz-Chi dem Chi der Kirin als einziger überlegen ist. Nachdem diese Gefahr gebannt wurde, bringen sich die Kirin nun auch die Geheimnisse des Holz-Chi bei und werden so einen nach dem anderen Klan überrennen und am Ende die bekannte Welt unterjochen.

Dass dies einem Ungleichgewicht der Macht gleichkommt, scheint auch Shinbu zu leuchten. Um also erfolgreich gegen die Kirin walten zu können, muss Shinbu ebenfalls alle fünf CHi-Stile erlernen, um überhaupt eine Chance gegen die unzähligen Feinde, die ihm im Laufe der doch recht klischeehaften Story über den Weg laufen, zu bekommen.

Lernen kann Shinbu die verschiedenen Stile dank der über 150 Schriftrollen, die der eine oder andere Gegner droppt und in einem speziellen Menü zu eindrucksvollen Schlag-Combos zusammenstellen kann.

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Im Kampf kann der Spieler dann mit der rechten Schultertasten durch die Stile schalten und sich an immer neuen Schlagabfolgen erfreuen.

Klingt nett, wenn da nicht…
Während Shinbu rachelüstern durch Ohka rennt und Kirins en Masse zersäbelt, wird man schnell des wahren Feindes gewahr: Der Kamera. Da Kämpfe in Key of Heaven in Echtzeit ablaufen und zum Teil recht hektisch werden und die Kamera nur auf den Spielercharakter - also Shinbu - gerichtet ist, bekommt man logischerweise nicht mit, was sich außerhalb des angezeigten Bildschirmausschnittes abspielt.

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Gegner stürmen dann von rechts und links auf den Spieler ein, der sich nicht nur der Masse erwehren muss, sondern auch ein Auge auf seine Kampfesgenossen halten sollte, da diese in späteren Abschnitten ebenfalls von Gegnermassen schier überrannt zu werden drohen.

Das ist gleich das zweite große Manko von Key of Heaven. Anstatt die Handlung durch Kämpfe zu unterbrechen oder zu untermalen, wird hier das Gegenteil betrieben. Key of Heaven ist komplett kampflastig und bereits der erste Zwischengegner kann für einen ungeübten Spieler schnell zur Endstation werden.

Fürs Auge, fürs Ohr, für den Finger
Wenn man es mit einem kampforientierten Spiel zu tun hat, ist natürlich immer die Frage offen, wie die Kampfsteuerung aussieht. Key of Heaven zeigt sich hier von seiner einfachen Seite, denn eigentlich braucht man, streng genommen, nur einen einzelnen Button zum Kämpfen. Nämlich den fürs Schlagen. Die Kreistaste fungiert nicht nur als Zuhau-Taste, sondern gleich noch als Block-Befehlsgeber, allerdings muss man dann die Kreistaste gedrückt halten. Leider reagiert das Blocken erst nach einiger Zeit, während die Lebensenergie-Anzeige zusehends schrumpft und schrumpft.

Das bereits erwähnte Durchschalten zwischen den Chi-Stilen und den zig Combos kann im hektischen Kampfgeschehen für den eher wenig kampfspielerfahrenen Spieler zu Frustmomenten führen, wenn statt der gewollten Combo eine andere ausgelöst wird und man erst wieder mit der rechten Schultertaste nach dem richtigen Combo suchen muss.Selbst grafisch erinnert Key of Heaven zuweilen an einen 3D-Prügler, denn der Schwerpunkt scheinen klar die Kampfanimationen zu sein. So sind zwar alle Figuren ausnahmslos polygonarm, die Bewegungsabläufe jedoch sind butterweich und fließend ineinander übergehend. Es ist eine wahre Augenfreude, Shinbu und seine Freunde beim Schwertschwingen, Flik-Flak-Schlagen, Sprungattacken ausführen und anderen Aktionen zuzuschauen. Die Texturenqualität von Charakteren, Gegenständen und Gebäuden reicht von "brilliant" bis hin zu "pixlige Matschepampe", was aber in den farbenfrohen Kampfsituationen eher selten auffällt. Auch bei den in den Kämpfen durch Specialmoves, Treffern und dem einen oder anderen Zauber hervorgerufenen Farbengewitter spürt man ein weiteres Mal, dass die Entwickler mehr Augenmerk auf Kampf legten als auf die eigentliche Handlung und Story.

Beim Sound kann Key of Heaven ein weiteres Mal nicht wirklich punkten. Speziell die im Hintergrund dudelnde Musik lädt zum Abschalten selbiger ein.

Neben der original japanischen befindet sich auch die englische Synchonisation inklusive Untertiteln in deutsch, englisch, französisch, spanisch und italienisch auf der UMD. Interessant ist jedoch die Zusage des Herstellers, Updates zur Verfügung zu stellen, die nach dem Download unter anderem auch neue Waffen bieten sollen.Selbst grafisch erinnert Key of Heaven zuweilen an einen 3D-Prügler, denn der Schwerpunkt scheinen klar die Kampfanimationen zu sein. So sind zwar alle Figuren ausnahmslos polygonarm, die Bewegungsabläufe jedoch sind butterweich und fließend ineinander übergehend. Es ist eine wahre Augenfreude, Shinbu und seine Freunde beim Schwertschwingen, Flik-Flak-Schlagen, Sprungattacken ausführen und anderen Aktionen zuzuschauen. Die Texturenqualität von Charakteren, Gegenständen und Gebäuden reicht von "brilliant" bis hin zu "pixlige Matschepampe", was aber in den farbenfrohen Kampfsituationen eher selten auffällt. Auch bei den in den Kämpfen durch Specialmoves, Treffern und dem einen oder anderen Zauber hervorgerufenen Farbengewitter spürt man ein weiteres Mal, dass die Entwickler mehr Augenmerk auf Kampf legten als auf die eigentliche Handlung und Story.

Beim Sound kann Key of Heaven ein weiteres Mal nicht wirklich punkten. Speziell die im Hintergrund dudelnde Musik lädt zum Abschalten selbiger ein.

Neben der original japanischen befindet sich auch die englische Synchonisation inklusive Untertiteln in deutsch, englisch, französisch, spanisch und italienisch auf der UMD. Interessant ist jedoch die Zusage des Herstellers, Updates zur Verfügung zu stellen, die nach dem Download unter anderem auch neue Waffen bieten sollen.