Kameo: Elements of Power (Xbox 360 Review)
von Nedzad Hurabasic

Die Vorgeschichte der Entwicklung des Action-Adventures Kameo: The Elements of Power ist fast eine unendliche und lässt eigentlich nichts Gutes erwarten. Mehrere Jahre hat Entwickler "Rare" benötigt, um das Spiel fertig zu stellen.

Ursprünglich sollte Kameo als ein Starttitel für den Gamecube von Nintendo erscheinen, nun hat das mittlerweile von Microsoft aufgekaufte Entwicklerstudio es immerhin pünktlich zum Start der Xbox 360 abgeliefert. Doch die lange Arbeit hat sich ausgezahlt: Das Spiel wird als einer der Referenztitel für den Launch der neuen Konsole gelten.

Vorbildliches Gameplay, beeindruckende Szenarien und visuelle sowie soundtechnsiche Höhepunkte, die man so schnell nicht vergessen wird.

Ein erbarmungsloser Krieg tobt. Das "Verzauberte Königreich" der Elfen ist in Aufruhr, denn Trolle bedrohen es. Angeführt von ihrem König Thorn, der es sich untertan machen möchte, fallen seine Geschöpfe über das Land her. Nur einige magische Schutzschilde verhindern, dass es von den Monstern überrannt wird. Als Prinzession Kameo greift der Spieler in diesen Konflikt ein, sie ist eine der beiden Töchter der Königin Theena. Die ältere Tochter, Kalus, neidet ihrer Schwester den Thron und die Macht über die Elementarkrieger.

Kameo: Elements of Power - Das fantastische Action-Adventure im Test. Die neue Referenz - wir sagen euch warum!

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Beides hat die Jüngere aufgrund des Schicksals zugesprochen bekommen. Und so schlägt sich Kalus auf die Seite der Trolle, um sich "ihren" Platz zurückzuerobern.

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Viel Zeit über den Konflikt nachzudenken bleibt dem Spieler nicht, denn Kameo befindet sich gleich zu Beginn des Spiels allein in der Burg der Trolle. Einige ihrer Familienmitglieder wurden dorthin entführt und alleine hat sie sich aufgemacht, ihre Mutter zu befreien. Schon dieser Anfangslevel ist visuell überwältigend. Vergleiche mit einigen Szenen aus "Der Herr der Ringe" oder ähnlichen Fantasy-Gemälden sind nicht von der Hand zu weisen. Düstere Bilder, rote Lavaströme im Hintergrund und unzählige Drachen bevölkern den Himmel.

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Wahnsinn! Gänsehaut-Feeling pur. Um sich den zahlreichen Gefahren stellen und Hindernisse überwinden zu können, besitzt Kameo die Fähigkeit sich in Elementarkrieger zu verwandeln. Anfangs stehen drei Kreaturen zur Verfügung, die mit einem einfachen Tastendruck "herbeigerufen" werden können. Im Handumdrehen wird das "Morphing" in die andere Gestalt umgesetzt, sodass sich die Fähigkeiten der jeweiligen Krieger blitzschnell kombinieren lassen.

Das muss aber auch so sein, denn schließlich gilt die erste Regel des könglichen Beraters "Ortho": Unterwegs ist es unerlässlich die Fähigkeiten der Krieger zu kombinieren, um feindliche Truppen und Hindernisse zu überwinden".

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Der Berater steht übrigens in Form des "Omnikons", dem Buch, das zahlreiche Hinweise zum Spiel parat hält und auch die Elementare verwalten hilft, jederzeit mit seinem Rat als Informationsquelle bereit.

Aufgrund der einblendbaren Hilfefunktion fällt es sehr leicht, die Steuerung über Kameo und die Elementarkrieger zu meistern. So werden die wichtigsten Tastenbefehle für jede Spielfigur gut sichtbar angezeigt. Darüber hinaus geben leuchtende Schriftrollen wertvolle Hinweise und Tipps, auf welche Weise die bevorstehenden Hindernisse und Feinde zu bezwingen sind.

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Während die Elfe vergleichsweise bieder aussieht und nur über einen eingeschränkten Funktionsumfang verfügt, der auch Schweben umfasst, haben die insgesamt zehn Elementarkrieger sehr unterschiedliche Fähigkeiten.

Von der boxenden Pflanze ("Kampfkraut"), über steinwerfende Felshaufen ("Trümmerschleuder") bis hin zu Eis- ("Blizzard") und Feuerwesen ("Thermit") reicht die Palette. Auch wenn, wie schon beschrieben, anfangs nur drei der Krieger zur Verfügung stehen, fällt es so gewappnet nicht weiter schwer, das erste Levelende zu erreichen und sich dem Kampf gegen den ersten Boss zu stellen.

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Schon hier wird klar sich, dass das Spiel einen eher moderaten Schwierigkeitsgrad aufweist. Auch die Kämpfe mit Bossgegnern machen da keinen Unterschied. Es kommt eher darauf an, mit List und Tücke vorzugehen und die Stärken der Elementare gegen die jeweilige Schwächen der Endgegner einzusetzen. Erst nachdem man den ersten "Big Guy" zur Strecke gebracht hat wird klar, dass der erste pompöse Level lediglich als Intro gedient hat. Schließlich kann Kameo die Burg des Oberschurken natürlich nicht gleich im ersten Anlauf erobern und findet sich prompt ihrer Elementarkrieger beraubt im heimischen Schloss wieder, wo sie zunächst eine Lehrstunde des Kriegermeisters über sich ergehen lassen muss.

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Nun beginnt das wahre Abenteuer der Prinzessin, denn um ihr Ziel zu erreichen und das Königreich zu retten und sich dem Trollkönig stellen zu können, muss sie zunächst wieder alle Elementarkrieger suchen und finden.

Nur mit der Kraft aller Wesen hat sie eine Chance, den Angriff abzuwehren. Da alle Krieger vom Omnikon getrennt wurden, haben sie sich in verletzliche Elementarkobolde verwandelt, die sich in der Gewalt von Schattentrollen befinden, den finsteren Dienern Thorns. Kameo muss die brunnenähnlichen Zugänge in ihre Reiche finden und die Elementare im Kampf gegen die Trolle befreien.Während sich der erste Kampf gegen einen der Schattentrolle noch recht einfach gestaltet, erhöht sich Schwierigkeit mit jedem Mal, sodass ein wenig mehr Taktik erforderlich wird. Wirklich schwer ist aber keiner der Kämpfe. Das Gameplay von Kameo erinnert dabei insgesamt mehr als einmal an epische Meilensteine wie "Zelda" oder "Metroid Prime", gelegentlich kommt auch "Marbel Madness"-Feeling auf, wenn man in der Form von "General Schaden" über die Rampen rollt.

Schwer beeindruckt ist man, sobald Kameo das erste Mal das Schloss verlassen darf. Auf einer Anhöhe warten buchstäblich tausende Trolle, denen sich die Ritter der Elfen entgegenstellen. Ein mysteriöser Held namens Farron wirft sich auf seinem Schlachtross in die Schlacht und gibt der Prinzessin eines seiner gepanzerten Pferde. So beritten, bahnen wir uns den Weg durch die Horden, denn schließlich müssen wir uns auf den Weg in die verschiedenen, abgelegenen Orte machen, um die verschollenen Elementarkrieger wieder zu finden."Der Weg ist das Ziel". Selten hat ein Sprichwort derart gut auf die visuell unheimlich beeindruckende Umgebung gepasst. Der Blick bleibt an zahllosen feinen Details hängen, überall möchte man verweilen und den Ausblick genießen. Kameo: The Elements of Power bietet eine bunte, farbenfrohe Welt die ihresgleichen sucht: Hochdetaillierte Texturen, eine Bildschärfe vom Feinsten und jede Menge abwechslunsreiche Szenarien verwöhnen das Auge des genießenden Betrachters. Das ist Spitzenklasse und gleichzeitig eine Demonstration der Fähigkeiten der neuen Konsole, die - das lehrt die Erfahrung früherer Konsolen-Launchs - damit noch lange nicht ausgereizt sind. Als Referenztitel in Sachen "Grafik" und "innovative Spielideen" auf der Xbox 360 taugt Kameo jedenfalls jetzt schon.Kameo muss auf ihrem Weg zu den Schattentrollen ganze Horden von Gegnern ausschalten und darf dazu die Fähigkeiten aller befreiten Elementarkrieger nutzen. Jeweils drei lassen sich über das Omnikon auf Quick-Morph-Tasten legen. Welche das sind, muss der Spieler je nach Erfordernis selbst entscheiden. Trotzdem sind über das so genannte "Kriegerrad" alle Spielfiguren auch während laufender Gefechte auswählbar.

Das Halten einer der Morph-Tasten in Verbindung mit dem linken Stick gibt die Auswahl frei. Die Kampf-Techniken der Elementare lassen sich allerdings auch aufwerten, indem die von Kameo gesammelten Elementarfrüchte dafür eingesetzt werden. Je fünf Upgrades sind möglich und können die Funktionalität der Wesen auf diese Weise deutlich erhöhen. Außerdem sammelt der Spieler unterwegs auch Runen, die Elfenwährung. Damit können in den Läden des Zauberreiches wertvolle Gegenstände erworben werden, die der Prinzessin bei ihren Abenteuern nützlich sein können.

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Nicht nur die opulente Grafik des mit knapp acht Stunden Spielzeit leider etwas zu kurz geratenen Games ist ein Hochgenuss, auch der wunderbare Sound erfüllt höchste Erwartungen: Orchestrale Arrangements erfreuen das Ohr und Chöre tragen zur richtigen Zeit dazu bei, dass der Spieler tief in der Fantasywelt versinkt.

Das I-Tüpfelchen bilden die sehr gute Vertonung der Charaktere und Soundeffekte, die jedes Wesen in dieser größtenteils familienfreundlichen Welt einzigartig machen. Wer möchte, kann das Abenteuer teilweise per Koop-Mode zu Zweit spielen, das Gameplay ändert sich dadurch aber nicht.

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Nicht nur die opulente Grafik des mit knapp acht Stunden Spielzeit leider etwas zu kurz geratenen Games ist ein Hochgenuss, auch der wunderbare Sound erfüllt höchste Erwartungen: Orchestrale Arrangements erfreuen das Ohr und Chöre tragen zur richtigen Zeit dazu bei, dass der Spieler tief in der Fantasywelt versinkt.

Das I-Tüpfelchen bilden die sehr gute Vertonung der Charaktere und Soundeffekte, die jedes Wesen in dieser größtenteils familienfreundlichen Welt einzigartig machen. Wer möchte, kann das Abenteuer teilweise per Koop-Mode zu Zweit spielen, das Gameplay ändert sich dadurch aber nicht.