Nach dem erfolgreichen Debüt von Juiced 2 auf der Xbox 360, wurden die getunten Kisten nun auf das Hosentaschenformat geschrumpft. Endlich dürft ihr auch auf der PSP Gas geben und die flotte Konkurrenz von der Piste drängen. Ob Spielumfang und Spielspaß dabei ebenfalls komprimiert wurden, erfahrt ihr im Test.

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Charakteristisch für Juiced 2 ist die bunte und spektakuläre Präsentation der Rennwettbewerbe im Stile der amerikanischen Tuning-Show „Hot Import Nights“. Von diesem Flair hat auch die PSP-Version nichts eingebüßt. Leicht bekleidete Mädchen schmücken die Menüs, Kamerafahrten stellen die Strecken vor und euphorische Ansagen des Kommentators begleiten die Rennen.

Juiced 2: Hot Import Nights - Heißer Racing-Spaß to go: Juiced 2 bringt auch den Handheld mächtig ins Schwitzen.

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Schicke Lichteffekte lassen die Strecken erstrahlen!
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Kernstück des Spiels ist auch auf Sonys Handheld der Karrieremodus, bei dem ihr euch kontinuierlich durch sieben verschiedene Rennligen vorarbeitet. Die Wettbewerbe entsprechen ebenfalls den Konsolenversionen, finden jedoch allesamt nachts und auf speziell für die PSP erstellten Strecken statt.

Schicke Autos, statt hässlicher Fahrer!

Die Darstellung der Rennfahrer beschränkt sich in der handlichen Variante auf kleine Portraitbilder eurer Kontrahenten. Innerhalb der Spielengine werdet ihr die Fahrer also nie zu sehen bekommen. Dies hat insgesamt drei Auswirkungen: Erstens fallen somit die schick inszenierten Siegerehrungen weg, die jeden Rennwettbewerb auf den Konsolen abgeschlossen haben.

Zweitens verabschiedet sich glücklicherweise auch die nervige Charaktererstellung zu Beginn der Karriere, die aufgrund mangelnder Gestaltungsmöglichkeiten ohnehin nicht sonderlich reizvoll war. Drittens: Wer vor einem Rennen Wetten abgeben möchte, betrachtet nicht die posenden Fahrer vor ihren Kisten, sondern die Autos an der Startlinie, in denen die Fahrer bereits auf den Rennstart warten.

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Per Knopfdruck zündet ihr den Nitro, den ihr durch Drifts aufladen könnt.
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Alle drei Anpassungen lassen sich problemlos verschmerzen, und wirken sich kaum auf das eigentliche Gameplay aus. Relevante Features wie die Platzierung von Wetten oder die Vielfalt an Rennwettbewerben wurden dagegen beibehalten. Wie bereits bei den Konsolenfassungen, dürft ihr Renngegner auch auf der PSP abdrängen. Auffällig dabei ist jedoch, dass sich der Balken über eurem Kontrahenten etwas langsamer füllt, bevor es zum Schreckensmoment kommt und der gegnerische Fahrer das Lenkrad verreißt.

Juiced 2 überzeugt auch auf der PSP mit interessanten Rennevents, ist jedoch zugunsten der Portabilität ein wenig schlechter ausgestattet!Fazit lesen

Ihr selbst habt dagegen stets alles unter Kontrolle, da sich das Spiel sehr gut steuert. Die Unterteilung in zwei verschiedene Fahrmodelle, fällt auch auf der PSP deutlich auf. Wer Driftrennen bestreitet, muss sich komplett umstellen, da euer Bolide maximal übersteuert und sich in nahezu jeder Kurve quer stellt.

Beachtlicher Fuhrpark und abgespecktes Tuning

Preisgelder lassen sich wie gewohnt in Leistungstuning und visuelle Verbesserungen investieren. Wer mag stattet zudem dem Autohändler einen Besuch ab und baut seinen persönlichen Fuhrpark aus.

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Tribünen und Lautsprecher weisen auf eine HIN-Veranstaltung hin!
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Im direkten Vergleich zur Konsolenfassung wurde das Gesamtangebot an Fahrzeugen auf rund 90 lizenzierte Modelle reduziert – das ist zwar weniger als auf der Xbox 360, für ein PSP-Spiel aber trotzdem beachtlich. Die Fahrzeugmodelle können sich allesamt sehen lassen und wirken in den spektakulären Rennwiederholungen besonders hübsch. Auf ein Schadensmodell wurde übrigens komplett verzichtet.

Auch der Tuningpart bietet euch zahlreiche Optionen, die jedoch ebenfalls im Vergleich zur Konsolenfassung etwas eingeschränkt wurden. So stehen pro Fahrzeug deutlich weniger Anbauteile zur Verfügung. Spezielle Modifikationen wie Lambo-Style-Doors, Sportsitze, Scheibentönung oder Lenkräder wurden ebenfalls gestrichen. Dies hat vor Allem damit zu tun, dass es bei der PSP-Fassung keine Cockpitperspektive gibt. Aus diesem Grund sind die Scheiben aller Boliden bereits von Haus aus so weit getönt, dass man Innenraum und Fahrer nicht erkennen kann.

Kreative Oberflächlichkeit

Anders sieht es dagegen bei der Lackierung aus. Hier stehen nahezu alle Optionen bereit, die wir bereits von der Xbox-360-Version kennen. Dekorfolien, Decals und Airbrush-Kreationen lassen sich ebenfalls in bis zu 50 verschiedenen Schichten auftragen, so dass ihr die Karosserie eures Flitzers ganz individuell gestalten könnt. Das ohnehin simpel gestaltete Leistungstuning wurde unverändert für die Handheldfassung übernommen.

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Solche Formationsflüge entstehen dank guter KI recht häufig.
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Da sich das Spiel über die angesprochenen Unterschiede hinaus kaum von der Konsolenfassung - die wir bereits ausführlich besprochen haben – unterscheidet, möchten wir abschließend noch auf die Präsentation eingehen. Zwar bieten die Strecken insgesamt weniger Details, doch dafür laufen die Rennen allesamt rasant ab. Auf schicke Lichteffekte müsst ihr auch unterwegs nicht verzichten.

Leider fehlt es an echten grafischen Highlights, wie dem tollen Driftkurs am Fuße des Eiffelturms, den wir von der Konsolenfassung kennen. Nur wenige Strecken, wie etwa der Kurs im Herzen Londons, wurden mit sehenswerten Streckenrandobjekten versehen. Sämtliche Menüs wurden dafür sehr schick gestaltet und die Ladezeiten sind ebenfalls erträglich.