Der Name Jack Thompson ist ein Begriff in Amerika. Zumindest in den Kreisen von PC- und Videospielern. Denn das liebste Hobby dieses Mannes ist es, die Ursache für brutale Straftaten in Spielen zu suchen. Jüngstes Beispiel ist ein Fall, bei dem zwei Teenager einen Mann zunächst erschlagen und dann in den Kopf geschossen haben sollen. Laut Aussage der jugendlichen Verbrecher soll der Mann sich geweigert haben, ihnen sein Auto zu leihen.

Thompson ist nun der Meinung, dass diese Szene auch in GTA zu finden sei, Schuld an dem beispiellos brutalen Mord sei deswegen die Gewalt in Videospielen. O-Ton Thompson: "Niemand schießt anderen Menschen in den Kopf. Es sei denn, er ist ein Auftragskiller oder ein Videospieler". Auf einen Tipp des fanatischen Anti-Videospiel-Aktivisten hin hat die Polizei das Haus eines der Jugendlichen durchsucht und mehrere Spiele mit einem M-Rating (entspricht hierzulade "Keine Jugendfreigabe" bzw. "USK 18") beschlagnahmt. Die Polizei ist jedoch nicht davon überzeugt, dass es eine Verbindnung zwischen diesen Spielen und der verübten Straftat gibt.

Doug Lowenstein Präsident der Entertainment Software Association sprach den Angehörigen des Opfers sein Beileid aus und wies nachdrücklich jegliche Verbindung zwischen dem Mord und Videospielen zurück.