Seit sich Kinder im Internet bewegen, leben viele Eltern und Pädagogen in Angst. Doch die Sorgen, insbesondere vor sexuellen Übergriffen, könnten unbegründet sein. Wie eine Untersuchungsgruppe von 49 US-Staatsanwälten jetzt herausgefunden haben will, bestehe im Grunde kein alarmierendes Problem.

Untersucht wurden vor allem Social Networks. Und die seien, so erklärt John Cardillo, der an den Untersuchungen mitgewirkt hat, realen Gemeinschaften sehr ähnlich und dort bewegten sich überwiegend unbescholtene Menschen. Wirklich problematisch könne für die Kinder eher schon das gegenseitige Mobbing sein - online wie offline.

Mit diesen Einschätzungen stößt die Untersuchungsgruppe allerdings weltweit auf Kritik, denn sexuelle Übergriffe auf Kinder und Jugendliche seien in vielen Angeboten nach wie vor an der Tagesordnung, erklärt Katja Kniering von der deutschen Initiative Jugendschutz.