Die Initiative gegen die Indizierung von Computerspielen will Klage gegen die Verfahrenspraxis der Bundesprüfstelle erheben.
Die Indizierung von PC-Spielen ist nach Ansicht der Privatinitiative ,,wettbewerbsverzerrend, praxisuntauglich und nicht wissenschaftlich fundiert''. Beim Verwaltungsgericht Schleswig-Holstein werde deshalb am 19. Juni eine Klage eingereicht. Dabei soll angeregt werden, dass die deutsche Gerichtsgebung auf die Erkenntnisse der Wirkungsforschung Rücksicht nimmt. Sie sollen in die Gesetzesbildung mit einfließen. Außerdem wünscht die Initiative, dass der Gesetzgeber einen Blick über den Tellerrand hinaus auf Verfahren in anderen europäischen Staaten wirft.
Mit den jetzigen Gesetzen zum "Schutze der Jugend", so die Kläger, isoliere sich Deutschland vom Rest Europas und wirke der kulturellen Vielfalt innerhalb der EU entgegen.