In der "Killerspiel"-Debatte nehmen nun auch andere Parteien Stellung: Grietje Bettin, medienpolitische Sprecherin, und Kai Gehring, jugend- und hochschulpolitischer Sprecher der Grünen üben harsche Kritik an den "Verbotsfantasien der Union":

Der vorgelegte Gesetzentwurf ist ein Sammelsurium von unausgegorenen Verbotsvorschlägen und reiner Aktionismus. Durch unklare Begriffe wird der Willkür Tür und Tor geöffnet. Anstatt sinnvolle Vorschläge zur effektiveren Umsetzung bestehender Jugendschutzregelungen und zur Gewaltprävention zu machen, wird mit Verbalradikalismus politische Aktivität vorgegaukelt.

Laut Bettins Meinung seien neue Gesetze unnötig, da sie das bisherige Jugendschutzgesetz für ausreichend hält. "Gewaltverherrlichende Darstellungen sind bereits heute verboten.", so Bettin.

Unklare Wortschöpfungen wie "gewaltbeherrschte Trägermedien" aus von der Leyens Sofortprogramm würden lediglich heiße Luft produzieren, da das Familienministerium auch auf Nachfrage hin den neuen Rechtsbegriff nicht definieren kann.