Der BIU, die USK und das Deutsche Kinderhilfswerk sind sich einig, dass der Jugendmedienschutz veraltet ist und dringend eine Reform benötigt. Dazu wurde eine Allianz mitsamt der jugendmedienschutz-reformieren.de gebildet.

Jugendschutz - BIU, USK und Kinderhilfswerk fordern Reform

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Dabei fordert man die Bundesregierung sowie die Bundesländer dazu auf, noch in der aktuellen Legislaturperiode eine Reform der rechtlichen Grundlagen umzusetzen.

"Vor nicht allzu langer Zeit beschränkte sich die Mediennutzung von Kindern und Jugendlichen vor allem auf die eigenen vier Wände. Dort standen Fernseher, Spielkonsole und ein PC für das Internet. Doch die Mediennutzung hat sich grundlegend verändert. Millionen Inhalte sind über unterschiedlichste Geräte jederzeit und überall zugänglich", heißt es.

Jugenschutz-Regelung zu altbacken und kompliziert

Das Medienangebot und deren Nutzung hätten sich grundlegend verändert, weshalb der gesetzliche Rahmen nicht nur kompliziert, sondern auch veraltet sei. Denn für den Jugendschutz im Internet gelten andere Regelungen als für jenen zu Trägermedien - das trifft auch auf den Rundfunk zu.

Darüber hinaus ist es so, dass der Jugendschutz im Internet und Rundfunk von den Bundesländern mit dem Jugendmedienschutz-Staatsvertrag (JMStV) geregelt werden, während sich der Bund mit dem Jugendschutzgesetz (JuSchG) für die Offline-Medien verantwortlich zeigt. Und genau diese Aufteilung wird bemängelt, die einen einheitlichen und funktionierenden Jugendschutz, aber auch ein international anschlussfähiges Jugendschutzsystem verhindern soll.

"Die Bundesländer haben eine Reform des Online-Jugendschutzes auf den Weg gebracht, die zwar viele wichtige Details regelt, die aber deutlich zu kurz greift", sagt BIU-Geschäftsführer Dr. Maximilian Schenk. "Damit wir dauerhaft ein hohes Jugendschutzniveau gewährleisten können und den Jugendmedienschutz fit machen für die heutige Medienrealität, müssen Bund und Länder jetzt an einem Strang ziehen und ein konvergentes, international anschlussfähiges Jugendschutzsystem entwickeln."

"Es gibt moderne Lösungen wie Jugendschutzprogramme oder das globale IARC-System, mit dem die USK bereits über eine Million Apps erfolgreich bewertet hat. Doch nur zeitgemäße Gesetze werden solche guten Entwicklungen unterstützen und fördern könne", sagt Felix Falk, USK-Geschäftsführer.

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