In einem Interview mit Stern.de hat Bayerns Innenminister Günther Beckstein das Sofortprogramm zur Verbesserung des Jugendschutzes von Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen und NRW-Generationenminister Armin Laschet als unzureichend zurückgewiesen. Becksteins Meinung nach sei die Verbesserung des Jugendschutzes nur eine notwendige Maßnahme, die jedoch mit strafrechtlichen Mitteln (Stichwort: Verbot von Killerspielen mit strafrechtlichen Folgen) unterstützt werden müsse.

Zudem sei das Gewaltpotential in der Altersgruppe von 18 bis 25 Jahren besonders ausgeprägt - Menschen dieses Alters werden vom Jugendschutz aber nicht erfasst. Verfassungsrechtliche Bedenken am bayerischen Gesetzesentwurf sieht er als nicht gerechtfertigt an: "Die verfassungsrechtlichen Einwürfe sind nicht überzeugend. Über die schädliche Wirkung von menschenverachtenden Gewaltdarstellungen gibt es keine ernsthaften Zweifel. Paragraf 131 reicht in der Rechtsanwendung für Computerspiele nicht aus, deshalb brauchen wir das neue Verbot"