EU-Justizkommissar Franco Frattini bestätigte Pläne, den Jugendschutz europaweit zu vereinheitlichen und Altersfreigaben verbindlich zu gestalten. Vor allem Deutschland, Frankreich und Großbritannien hätten sich für eine Vereinheitlichung sowie Verschärfung der bestehenden Regelungen ausgesprochen.

Händler, die sich nicht an die Altersfreigabe halten, sollen mit empfindlichen Strafen belegt werden. Der Nachrichtenagentur Reuters gegenüber sagte Frattini, dass ein entsprechender Gesetzentwurf bereits bis zum Sommer dem Europäischen Parlament vorgelegt werden könnte.

Die Vereinheitlichung zielt allerdings vor allem auf die europaweite Vergabe und Durchsetzung der Altersfreigaben, dabei soll jedes Land jedoch (weiterhin) unabhängig entscheiden dürfen, welche Freigabe ein Spiel bekommt. Konkret bedeutet das: Einführung einer USK-ähnlichen Institution in allen EU-Ländern, die ein verbindliches Siegel vergibt - plus Verschärfung der Kontrollen im Handel.