Nachdem JoWooD in der letzten Woche Insolvenz anmeldete und ein Sanierungsverfahren beantragte, ist jetzt offenbar Rettung in Sicht. Wie ein JoWooD-Sprecher gegenüber Wirtschaftsblatt.at sagte, fehle es nur noch an einer einzigen Unterschrift, um das Unternehmen zu retten und den Rettungsdeal abzusegnen.

Um wem es sich bei den Geldgebern genau handelt, wurde zwar nicht angesprochen. Dahinter stecken aber laut dem Sprecher "teilweise Finanzinvestoren und teilweise strategische Investoren." Ein kleines Detail noch am Rande, das besonders positiv hervorzuheben ist: Ein Jobabbau sei weiterhin kein Thema. Etwa 90 Mitarbeiter sind derzeit bei dem Publisher angestellt.

Noch bis zum 7. April hat JoWooD Zeit, den Sanierungsplan gemeinsam mit dem Insolvenzverwalter zu erstellen und absegnen zu lassen. Wie das Wirtschaftsblatt.at weiter berichtet, soll das Unternehmen etwa 22 Millionen Euro Schulden haben, 4,6 Millionen Euro davon bei Banken. Erst in der letzten Woche verklagte JoWooD den ehemaligen Hauptaktionär Koch Media auf 2,36 Millionen Euro.

In Zukunft muss JoWooD wohl kleinere Brötchen backen. Ein Verkauf bekannter Spielemarken ist allerdings eher fraglich. Seit heute ist die JoWooD-Aktie übrigens wieder im Handel.