Wie JoWooD heute mitteilte, sind die erst vor wenigen Monaten angelaufenen Restrukturierungsbemühungen gescheitert. Somit musste der Publisher Insolvenz anmelden und beantragte ein Sanierungsverfahren. Der Insolvenzantrag wird damit begründet, dass eben die Neustrukturierung samt des Kapitalzuschusses scheiterte. Kurz davor wurden die JoWooD-Aktien vom Handel an der Wiener Börse ausgesetzt.

JoWooD hofft jedoch, dass das Unternehmen doch noch weiterbestehen kann. "Der Vorstand geht davon aus, dass die Verhandlungen mit den Gläubigern und möglichen Investoren innerhalb von 90 Tagen positiv durchgeführt und abgeschlossen werden können und somit der Fortbestand des Unternehmens gesichert werden kann", heißt es in einer Mitteilung von JoWooD..

Vom Januar bis zum September 2010 machte JoWooD einen Konzernverlust von 25 Millionen Euro. Im abgelaufenen Jahr fielen Millionenabschreibungen auf den Beteiligungsansatz der Konzerntochter DreamCatcher bzw. JoWooD Iberica S.L. an.

Erst gestern berichteten wir davon, dass JoWooD den ehemaligen Hauptaktionär Koch Media auf 2,36 Millionen Euro verklagt. Da hieß es noch, man befinde sich in einer "angespannten wirtschaftlichen Lage". Noch kurz vor dem Aussetzen des Börsenhandels hieß es von JoWooD, die Lage sei schwierig, aber beherrschbar.