Das war es also schon wieder – das Jahr 2011: Wir haben uns über die Rückkehr des Duke und von Deux Ex gefreut, haben das PSN gehackt und die MMO-Welten von WoW Cataclysm, Rift und Star Wars: The Old Republic bereist und am Ende doch mehr Zeit in den Offline-Welten von Skyrim, Witcher 2 und Dark Souls verbracht.

Wir waren mit Namco Bandai in Dubai, mit gamania in Taiwan und mit Batman in Arkham City, haben die Welt in 3D erlebt auf dem 3DS und unserem Nvidia-3D-Vision-PC und sind in der Diablo 3 Beta dem Skelettkönig auf die Pelle gerückt. Wir waren dabei, als das erste Computerspielemuseumin Deutschland eröffnet hat und waren gerührt, als im Dead Island Trailer ein kleines Zombiemädchen seinen Vater zerfleischte. Werft mit uns einen Blick zurück auf ein bewegtes Jahr 2011!

PC vs. Konsolen: Die Zukunft des Gaming

Noch immer, aber immer seltener spricht man über Playstation 3 und Xbox 360 von den „Next-Gen-Konsolen“. Doch wurde 2011 deutlich, dass es allmählich Zeit wird für die nächste Konsolengeneration, der Übernext-Gen gewissermaßen. Was heutige PCs grafisch drauf haben, wenn ihnen mal nicht die Cross-Plattform-Fußfesseln anlegt, haben Spiele wie Witcher 2 und Battlefield 3 eindrucksvoll unter Beweis gestellt.

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Witcher 2 zeigte 2011, was ein PC heutzutage alles kann, wenn man ihm keine Konsolen-Fußfesseln anlegt.
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Den Anfang machte Nintendo mit der Ankündigung der Wii U. Ob die Japaner damit allerdings den Geniestreich der Wii wiederholen können, darf bezweifelt werden. Derzeit sieht es eher danach aus, dass ihnen damit lediglich der Anschluss an Sony und Microsoft gelingt, während die Konkurrenz im Geheimen bereits an ihrer Next-Next-Generation tüftelt. Der 3DS hat sich nach der ersten Euphorie und Verblüffung um das erste richtige 3D ohne Brille als weit weniger revolutionär entpuppt als erwartet.

Doch auch Sony wird es schwer haben – so vielversprechend die technischen Details der PS Vita auch klingen, moderne Smartphones und Tablets wie das iPad haben den klassischen Handheld-Konsolen mittlerweile den Rang abgelaufen. Spiele wie Angry Birds bescheren ihren Entwicklern trotz oder gerade wegen eines niedrigen Verkaufspreises Unsummen an Einnahmen, und auch grafisch sind die iPhones und Galaxys dieser Welt dem DS schon lange haushoch überlegen.

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3D ohne Brille? Nach der ersten Begeisterung konnte der neue Nintendo-Handheld die Erwartungen nicht ganz erfüllen.
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Auch das die letzten Jahre zum ungeschriebenen Gesetz gewordene Dauer-Abo der obersten Plätze in den Verkaufs-Charts durch Nintendo, war 2011 ausgelaufen. Zwar ließen Zelda: Ocarina of Time für den 3DS, Professor Layton und Zelda: Skyward Sword natürlich ordentlich die Kassen klingeln, doch einen Mega-Hit wie Kawashima oder Wii Fit konnte Nintendo schon lange nicht mehr landen.

Stellt sich bloß die Frage: Wie wird die nächste Generation Gaming aussehen, egal ob auf Konsole oder PC? „Streaming“ lautet das Zauberwort, das den Kauf ständig neuer Hardware in Zukunft überflüssig machen und trotzdem immer die aktuellste Grafikpracht auf den Bildschirm zaubern wird. Schon wird gemunkelt, dass die nächste, spätestens übernächste Xbox diesem Trend folgen wird. Mit OnLive ist der erste Vertreter dieser vermeintlichen Zukunft des Spielens bereits Realität, auch Apple soll an einem entsprechenden Produkt als Nachfolger des AppleTV arbeiten.

Sind wir nicht alle casual geworden?

Auch das Hype-Thema Casual-Games scheint (zum Glück?) keines mehr zu sein. Nach all den Hampelspielchen für Wii, den Mini-Games-Sammlungen und Musizier-Paketen samt passender Hardware für den Band-Abend beherrschen wieder „richtige“ Spiele die oberen Ranglisten der Charts - Kinect und Move zum Trotz. Wenngleich sich der sogenannte Core-Gamer die Frage gefallen lassen muss, ob er nicht selber „casual“ geworden ist.

Immer mehr Spiele ersticken ihren Schwierigkeitsgrad in Bombast und Hilfestellungen und scheinen sich fast von alleine spielen zu wollen. Assassin’s Creed: Revelations bietet zwar eine riesige Spielwiese voller Möglichkeiten im akribisch nachgebauten Konstantinopel, hangelt sich aber per simplem Tastendruck bis zur Endsequenz. Die unliebsame Folge solcher Entwicklungspolitik ist zudem meist eine nur „lächerlich“ zu nennende Spielzeit, wie die vier Stunden im Beispiel Homefront. Ähnlich sieht es bei Battlefield 3 aus, wo die kurze und anspruchslose Kampagne lediglich verkaufsfördernder Trailer für den Mehrspieler-Modus zu sein scheint.

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Nur Trailer für den Mehrspieler-Modus? Die Einzelspieler-Kampagne von Battlefield 3.
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Angesichts seines auf Schock und Erlebnis ausgerichteten Spielablaufs auf Autopilot ist da die Frage gestattet, ob ein Call of Duty: Modern Warfare 3 inhaltlich nicht schon näher an einer Geisterbahnfahrt als wirklich an einem Videospiel ist. Sicher ist jedenfalls: So lange derartige Spiele weiterhin 1 Milliarde Dollar in nur 16 Tagen einspielen, werden die Entwickler Innovation und Risiko scheuen wie der Teufel das Weihwasser und weiter auf der Überwältigungsschiene fahren.

Schön wiederum zu sehen, wie der „Meister der Herzen 2011“ all den Spiele-Federgewichten die Zementschuhe anlegte und sie kurzerhand bei „die Fische“ versenkte: Dark Souls führte eindrucksvoll vor, wie befriedigend es sein kann, den Endgegner nicht auf dem Silbertablett serviert zu bekommen, sondern ihn sich als Goldmedaille erst verdienen zu müssen.

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Dark Souls: Unser Sieger der Herzen 2011.
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Da ist es beinahe schon konsequent, wenn die mittlerweile nicht mehr überschaubare Flut an Free2Play-MMOs als Alternative zum gelangweilten Dauer-Totklicken den Raid auf die Geldbörse anbieten. Nur wenige Ausnahmen favorisieren noch das antiquierte Abomodell, wo selbst die letzten Subscription-Festungen Lotro und Age of Conan gefallen sind und auch Aion, in dem Moment, wo ich diese Zeilen schreibe, den Free2Play-Spatz von den Dächern pfeift. Selbst World of Warcraft hat schon an die Tore des F2P-Modells zu klopfen begonnen.

Kein Wunder, ist doch Blizzards MMO-Schwergewicht zwar noch lange nicht ausgeknockt, aber immerhin angezählt. Vor einem guten Jahr sorgte Cataclysm nochmal für lebensverlängernde Maßnahmen beim Genre-Rentner, bevor Mists of Pandaria den ersten Sargnagel einschlagen dürfte. Deutlich ist zu sehen, wie Blizzard zu guter Letzt den einzigen Markt, den der Kulleraugen und Niedlichkeiten, ins Visier nimmt, der ihnen noch nicht gänzlich zum Opfer gefallen ist. Alle anderen warten sowieso auf Titan.

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World of Warcraft: Mists of Pandaria: Blizzard nimmt den asiatischen Markt ins Visier.
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Bezeichnend für diesen Paradigmenwechsel: Als ich auf der gamescom dieses Jahr nur mal schnell googlen wollte, wo genau die World-of-Tanks-Party stattfindet, schlug mir die Autovervollständigung nach Eingabe von „World of“ an erster Stelle „World of Tanks“ vor – erst an zweiter Stelle folgte World of Warcraft. Glückwunsch an unsere russischen Freunde von Wargaming.net, die uns im Jahr zuvor noch an einem Stand von den Ausmaßen der Besenkammer in den gamona-Büros begrüßten, während sie 2011 mit echten Panzern und umdekorierten Straßenbahnen vorfuhren – unverhoffter Skandal in der Kölner Lokalpresse inklusive.

Angesichts vieler blutiger Nasen im Genre verwundert es wenig, dass die Konkurrenz lieber sauber klont, statt neue Züchtungen hervorzubringen. Die Geschichtenerzähler von Bioware ziehen ihrem The Old Republic über der WoW-Haut einfach die Star-Wars-Schürze an und belassen das Spielprinzip bei Bewährtem, landen aber vielleicht gerade deshalb den lange notwendigen Hit, weil eine Spielwelt immer nur so lebendig ist wie die Charaktere, die sie bevölkern – egal, ob diese aus realen Spielern oder gut vertonten NPCs mit ihren eigenen Geschichten bestehen.

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Star Wars: The Old Republic: Bewährtes Spielprinzip, aber voll vertont und mit viel Story und Entscheidungen.
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Dennoch wird es Star Wars: The Old Republic schwer haben, dem Hype gerecht zu werden, den es die letzten Jahre geschürt hat – ein Problem, an dem Rift glücklicherweise vorbei gegangen ist. Mit auffallender Bescheidenheit angetreten, hat sich der Titel auch längerfristig als gelungene Alternative zu WoW etabliert. Und zieht auf kuriose Weise eine Art Fazit für das alle Jahre wieder gescheiterte Projekt „WoW-Killer“: Denn mal ehrlich, was soll man von einem Genre halten, bei dem als vorstechendstes Verkaufsargument angeführt wird, ein Spiel sei weitgehend fehlerfrei?

Indie: Jäger der verlorenen Kreativität

Innovation findet man heutzutage sowieso woanders: Indiespiele haben sich dank Steam und Xbox Live Marktplatz zum Mindfuck-Spielplatz und Kreativ-Werkstatt gewitzter Köpfe etabliert, die mit viel Leidenschaft, Einfallsreichtum und wenig finanziellem Risiko neue Ideen ersinnen, umsetzen und einem großen Publikum präsentieren können.

Entsprechend war das Nr.-1-Thema des Jahres nicht SWTOR, nicht die Diablo 3 Beta oder Skyrim, sondern ein Spiel, das vorher kaum einer auf dem Schirm hatte: Minecraft. Trotz Grafik aus der Spielesteinzeit und Entwicklungs-Manpower von genau einer Person spielten noch vor der Release-Version 1.0 mehrere Millionen begeisterte Klötzchensammler den Sandbox-Baukasten. Vielleicht auch deshalb, weil das Spiel nicht nur kreativ ist, sondern beim Spieler selbst die Kreativität fordert. Auch unser Freund Gronkh wurde nicht nur, aber auch dank Minecraft zum Internet-Superstar und berühmtesten Let’s-Player Deutschlands.

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Minecraft: Bei dem gigantischen Erfolg staunen nicht nur wir Bauklötze.
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Schon lange haben daher auch die großen Publisher das Spielfeld Indiespiele (darf man sie dann überhaupt noch so nennen?) als Kreativküche für neue Spielrezepte entdeckt. Ausgerechnet Ubisoft, die in letzter Zeit eher durch uninspiriertes Franchise-Melken und Kopierschutzskandale für Aufregung sorgten, geht ambitioniert mit Spielen wie der Göttersimulation From Dust oder dem originellen 2D-Jump-n-Run Outland vorneweg.

Heimliche Spieleperlen wie Limbo, Gemini Rue und Super Meat Boy kommen nach ihrem ersten Frühling sogar als Box auf den Markt, Bastion und Stacking werden Kult. In diesem Sinne kann man einem ganz bestimmten Spiel gar nicht dankbar genug sein, ohne das es den blühenden Indiemarkt in dieser Form vermutlich niemals geben würde und das dieses Jahr eine der besten Fortsetzungen aller Zeiten erhielt: Portal. Die Spielebranche hat damit endgültig den letzten Schritt zum Kulturgut vollzogen, hat sie sich doch wie ihre Medienvorgänger Musik und Film nun auch in einen Mainstream- und einen Avantgarde-Markt ausdifferenziert.

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Portal 2: Die Initialzündung für Indiespiele erhielt 2011 einen genialen Nachfolger.
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Ein Markt, der ganz ohne millionenschweres Marketing nur mit Qualität und Mund-zu-Mund-Propaganda zu blühen in der Lage ist. Denn das wird auch immer wichtiger: Nur wer am lautesten schreit, das Internet und Fernsehen mit Werbung überrollt und die aufsehenerregendsten Partys schmeißt (nun gut, die Playboy-Party von Poisonville werten wir mal als regelbestätigende Ausnahme) hat eine Chance, im bunten Medienzirkus wahrgenommen zu werden.

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Im Sommer zählten wir auf dem Weg von den gamona-Büros im Berliner Stadtteil Friedrichshain zum Alexanderplatz ganze 17 Plakatflächen mit Reklame zu Duke Nukem Forever. Im Herbst gab es keine Werbepause im Fernsehen ohne nicht jeweils einen Spot zu Skyrim, Uncharted 3 und Modern Warfare 3.

Extrem wichtig dabei: Trailer. Das extra zu diesem Zweck angefertigte Renderfilmchen zu Deus Ex: Human Revolution verschlang gefühlt schon fast so viel Budget wie das ganze zugehörige Spiel. Die drei Cinematics zu Star Wars: The Old Republic sind so gut, dass viele Fans sie gerne in Spielfilmlänge sehen würden.

Dead Island - Der Trailer, über den jeder spricht

Den Vogel schoss aber ein Spiel ab, über das wir an dieser Stelle gar nicht viel erzählen dürfen, weil es mittlerweile auf dem Index steht – wobei man unseren Test (Wertung: 60%) schwerlich als Werbung auslegen dürfte: Dead Island. Die berührende und rückwärts erzählte Geschichte eines Vaters, der vergeblich seine Familie gegen eine Zombiehorde zu verteidigen versucht und dabei seiner eigenen Tochter zum Opfer fällt, erzeugte einen unvergleichlichen Hype im Internet. Sorry an dieser Stelle nochmal an die PR-Mannschaft von Deep Silver, dass wir den Trailer versehentlich geleakt haben… ;)

Genug gemeckert

Doch wir wollen nicht bloß meckern. 2011 war im Grunde ein hervorragender Spielejahrgang. Besonders schön: Open-World-Spiele mit grenzenloser spielerischer Freiheit und großartigen Geschichten sind wieder auf dem Vormarsch – und dass obwohl die STALKER-Entwickler von GSC Gameworld eben schließen mussten, die L.A.-Noire-Macher Team Bondi bereits kurz nach Veröffentlichung ihres Spiels dichtgemacht wurden und mir die Red-Faction-Armageddon-Macher im Interview glauben machen wollten, offene Spielwelten eigneten sich nicht für das Erzählen guter Storys, darum wolle man nur noch Fließbänder modellieren. Ach ja, überflüssig zu erwähnen, dass auch Letztere, zwar nicht geschlossen wurden, aber ihre Marke wegen Misserfolg eingemottet haben.

Bethesda erschuf mit Skyrim dieses Jahr eine unvergleichlich große wie lebendige Spielwelt, in der nicht wenige ihren kompletten Winterurlaub verbrachten. Batman hat mit Arkham City die perfekte Spielwiese für dunkle Ritter gefunden. Saints Row: The Third war zum Schwindeligwerden abgedreht, und Deus Ex: Human Revolution, unserer Überschrift gemäß, zwar „nicht das perfekte Spiel, aber man kann es von hier aus sehen“.

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Skyrim: Die beste aller Welten.
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Selbst das Shooter-Genre, das sich seit Jahren nur in der Anzahl einstürzender Neubauten zu übertreffen suchte, hatte mit Crysis 2 einen Kandidaten, der dem Spieler endlich mal wieder die Wahl ließ, auf welche Weise er einen Konflikt lösen wollte, und mit Bulletstorm eine Granate, die den Spaß wieder dorthin packte, wo er hingehört: in your face!

Ebenfalls bemerkenswert: Die USK, der wir anlässlich ihres Tags der offenen Tür einen Besuch abstatteten, ist einsichtiger geworden. Dass 2011 Spiele wie Dead Space 2 und Gears of War 3 ungeschnitten (!) in Deutschland auf den Markt kommen, wäre früher undenkbar gewesen. Im Zuge dessen verschwanden auch Doom und Quake vom Index – der Werbekampagne von Rage sei Dank, in der Id Software mit der Strahlkraft ihrer beiden Klassiker auf Kundenfang gehen wollte.

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Gears of War 3: Die USK hat ein Einsehen.
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Überhaupt flackerte das Thema „Killerspiele“ nur noch als mächtig saure Gurke hin und wieder durch die Gazetten. Stattdessen wählten die Sensationsmedien andere Angriffsflächen auf die Spielergemeinde: Als RTL in einem gehässigen Beitrag die Besucher der gamescom als weltfremde, ungepflegte Nerds bloßstellen wollte, ging nicht nur ein kollektiver Aufschrei durch’s Internet, der den Sender zu einer öffentlichen Entschuldigung bewegte, auch die Hackergruppe Anonymus solidarisierte sich mit den vermeintlichen Witzfiguren und legte die Website des Kölner TV-Riesen lahm.

gamescom 2011 - gamona pwned RTL

Doch Hacker sorgten auch für das größte Reizthema des Jahres: Wochenlang war das Playstation Network offline, Tausende Spieler bangten um gestohlene Kreditkartendaten. Um einen müssen wir aber seit diesem Jahr nicht mehr bangen: Der längste Treppenwitz der Spielegeschichte hat endlich sein Ende gefunden, nur die Pointe fehlte ein wenig. Der Duke ist da! Und irgendwie war er auch schnell wieder weg, aus der Erinnerung. Und wer weiß? Vielleicht schreiben wir ja nächstes Jahr an dieser Stelle dasselbe über Diablo 3? Neeeee…. oder? In diesem Sinne: Stay awhile and listen, Baby! 2012 möge kommen.

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