Schon wieder ist ein Jahr vorbei und wie immer an dieser Stelle, möchten wir euch unsere ganz persönlichen Highlights und Ärgernisse des Jahres kundtun. Haben Diablo 3 und die Wii U die Erwartungen erfüllt? Wollen wir wirklich jedes Jahr ein neues Call of Duty und Assassin’s Creed? Und sind Indie-Spiele wirklich die bessere Alternative? Wie habt ihr das Spielejahr 2012 erlebt? Verratet es uns in den Kommentaren und macht mit bei der Leser-Wahl zum Spiel des Jahres und gewinnt dabei einen Spiele-PC von kiebel.de!

WTF?! Die persönlichen Gaming-Momente der Redaktion

Gregor geht auf Kickstarter: Auf einmal war es da und alle nur so „yeah!“ Klingt immerhin auch fein, den „jungen Wilden“ von morgen mit einer kleinen Spende finanziell unter die Arme zu greifen. Dieses Wunschbild ist dummerweise aber die Ausnahme von der Regel. Die Crowdfunding-Plattform hat sich vielmehr zu einem Auffangbecken für gescheiterte Existenzen und Branchengrößen von vorgestern entwickelt, deren Ideen nicht umsonst von den meisten Publishern geflissentlich übergangen werden. Auch scheinen viele Spender zu vergessen, dass sie rechtlich gesehen keinen Anspruch auf das fertige Produkt haben. Meine traurige Prognose: Im Laufe des nächsten Jahres werden einige größere Projekte trotz erfolgreich abgeschlossener Kickstarter-Kampagne eingestellt. Dann ist das Geschrei groß. Und alle nur so „WTF!?“

Leo unterhält sich mit Untoten: Natürlich wird jeder zweite hier den ganzen Katalog aus Telltales The Walking Dead aufzählen. Doch noch viel cooler fand ich, mich dann mit anderen darüber zu unterhalten. „Ach, bei dir lief das so und so?“ und „Du hast was getan?! Du Monster!“ hörte man dieses Jahr an so manchem Wasserspender – herrlich.

Jahresrückblick 2012: Games

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Frank wurde 2012 zum MMO-König gekrönt.
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Es ist erst ein paar Tage her, da verteidigte Frank in PlanetSide 2 mit einer Handvoll Kameraden eine Stellung gegen die hoffnungslos überlegene Invasionsarmee des Feindes. Und gerade als der gegnerische Zerg zum letzten Schlag ansetzte, wurde ein Heer von verbündeten Gleitern, Panzern und Soldaten am Horizont sichtbar, pflügte wie eine Naturgewalt über die Angreifer hinweg und rettete unserem MMO-Mann das virtuelle Leben. Gegen spielergenerierten PvP-Content wirkt selbst ein Hollywood-Streifen blass.

Sebastian Jäger hatte in diesem Jahr keinen so richtigen WTF-Moment, der sich mit Gaming in Verbindung bringen lässt. Ich erlebte schöne Geschichten, durchstreifte üppige Wälder, sprang mal wieder durch das Pilzkönigreich, setzte mich hinter das Steuer von PS-Monstern, schwang das Schwert gegen das Böse, schlug wild mit einem Riesendildo um mich, kippte mir einen hinter die Binde, war im Schlafgemach nicht immer allein und machte selbst vor Geheimakten nicht Halt. Aber so sieht schließlich der gewöhnliche Tagesablauf eines jeden Abenteurers aus. Ich hoffe auf ein ereignisreiches Jahr 2013.

Noch mehr WTF-Momente

Roland stand staunend da: Als ich auf der Gamescom im August endlich den „geheimen Raum“ über der Messehalle gefunden hatte, winkte mich der Sicherheitsmann um die Ecke des Ganges. Ich stand vor einer blonden Soldatin in russischer Uniform des 2. Weltkriegs, die neben ihrer schwarzen Metallschreibmaschine meinen Namen auf einer kyrillischen Liste abstrich – und mich herrisch vorantrieb. Das Interview- war ein waschechtes Offizierszimmer, samt mindestens fünf Tonnen schwerem Massivholzschreibtisch, UdSSR-Fahnen und Bibliothek. Und dann wurde ich im voll ausgestatteten „War Room“ auch noch vom Spiel geflasht, dem dieses ganze Brimborium galt: „Company of Heroes 2“.

Matthias kann immer noch nicht glauben, dass er es tatschlich getan hat: Allein fast zehn Stunden damit verbracht, Blumen zu pflücken! Fünf Wölfe nur mit dem Messer erlegt! Gordo, das legendäre Wildschwein, erschossen! Im Sommer hatte ich endlich die Zeit, Red Dead Redemption nachzuholen, und mein Ehrgeiz, das Spiel auf 100% zu bringen, hat mich dabei fast um den Verstand gebracht. Immerhin ca. 94% und zahllose unvergessliche Augenblicke sind es am Ende geworden. Danach schwor ich mir, nie wieder etwas derartiges zu tun. Und was verlangte Far Cry 3 nur kurz darauf als erstes von mir? „Pflücke Blumen und erlege Wildschweine.“ Der Wahnsinn ist nur noch einen Hauch weit entfernt…

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Der tägliche Wahnsinn in der Redaktion: Gumpi als Slender-Man.
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Eine, an Einfallslosigkeit kaum noch zu übertreffende, aber in ihrem Kern absolut wahre Aussage: Gumpis WTF-Gaming-Moment des Jahres ist jedes Jahr und mindestens einmal in der Woche. Eine sich endlos wiederholende Schleife an Überraschungen, Humor und dem puren Wahnsinn, den euch nur eine Gaming-Redaktion bieten kann.

Denis könnte inzwischen eine eigene Redaktion aufmachen. Ursprünglich waren meine Frau und ich Anfang des Jahres in eine neue Wohnung gezogen, damit ich in einem größeren Arbeitszimmer Ordnung schaffen kann. Inzwischen liegen Video-Kabel, Kameras, Mischpult, Spiele und Konsolen wieder quer über den Raum verteilt, nur eben auf mehr Fläche. Mit der neuen Anschaffung – Nintendos Wii U – wird es auch nicht besser.

Die besten Spiele des Jahres: Die Highlights der Redaktion

Gumpi: 1. Max Payne 3

Max Payne war ja bereits vor der Ankündigung, es würde ein dritter Teil folgen, mehr Legende als Mann. Die ersten beiden Titel wurden in alle Höhen gehypet und entwickelten sich zu einem sagenumwobenen Mysterium; dem Vater der Bullet-Time und Gott der Third-Person-Shooter. Und so war es auch nicht der dritte Teil selbst, welcher so nachhaltig in Erinnerung blieb, sondern mehr der Gedanke an die gesamte Trilogie. Der perfekte Abschluss eines denkwürdigen Action-Thrillers.

2. XCOM: Enemy Unknown

Stellvertretend für alle Fans des Originals hat der größte Verehrer von XCOM am Tag, an dem das Remake das Licht dieser Welt erblickte, eine einzige Träne der Freude vergossen. Denn ganz ehrlich: wer hat wirklich mit einem so fantastischen Comeback gerechnet? Mehr gibt es zu diesem Titel auch nicht zu sagen: Meisterhaft.

3. Catherine

Wie sagte schon Demokritos: „Mut steht am Anfang des Handelns, Glück am Ende“. Und einer der mutigsten Titel 2012 war zweifellos „Catherine“. Wer immer behauptet, ein Mix aus Adventure, Horror, Erotik und Rätsel, gehalten in einem sehr abgedrehten Anime-Stil und mit einer absolut überdreht-komischen, aber stellenweise auch tiefsinnig-beängstigenden Story, könnte jemals... Ach, als wenn jemand so etwas je sagen würde. Einfach ein einmalig gutes Game; sofern man sich darauf einlässt.

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Gumpi wurde zombifiziert.
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Gregor: 1. Pandora's Tower

Es ist nicht das hübscheste, cleverste oder anspruchsvollste Spiel. Es hat seine Ecken und Kanten, kleinere und größere Fehler, die man nicht schönreden kann. Das spielt jedoch kaum eine Rolle, wenn ihr euch verbissen durch die 13 imposanten Türme kämpft, um deren kolossale Hüter zu Fall zu bringen. Alles nur für diese eine Frau, Helena, die ohne eure Hilfe dem Untergang geweiht ist. Ein Hauch „Shadow of the Colossus“ weht durch die einsamen Bauten, doch „Pandora's Tower“ erzählt seine eigene melancholische Geschichte. Etwas pathetisch zwar, aber mit viel Herz.

2. The Walking Dead

Ist das noch ein Spiel? Selbst für ein Point-and-Click-Adventure zeigt sich Telltales „The Walking Dead“ erstaunlich reduziert. Rätsel, die kaum den Namen verdienen, Freiheiten, die keine sind, und halbherzige Reaktionsspielchen: Vom spielerischen Aspekt ist die Adaption des Comics weitestgehend belanglos. Dafür erzählt es die vielleicht tragischste, authentischste Geschichte des Jahres und bricht viele der verkrusteten Erzählstrukturen des Mediums Videospiel auf. Gemeinsam mit Lee, Clementine und den anderen war ich verzweifelt, wütend, resigniert, euphorisch; wir haben zusammen gelacht und geweint.

3. XCOM: Enemy Unknown

Ein vorsichtiger Blick auf die Uhr: 03:45 Uhr. Nicht mehr lange, dann klingelt schon wieder der Wecker. Aber der fünfstündigen Sitzung ausgerechnet jetzt, mitten in der Mission, ein Ende zu setzen, wäre kontraproduktiv. Läuft doch gerade so gut. Und länger als 30 Minuten sollte es ohnehin nicht mehr dauern. Danach nur noch schnell einen Aufklärungsflug durchführen und den zweiten Scharfschützen ausbilden. Damit ist auch die folgende Mission kein Problem mehr. Nach deren Abschluss winkt dann eine neuer Abfangjäger, und mit dem... Wie spät ist es doch gleich?

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Gumpi und Gregor: Zwillinge, die bei der Geburt getrennt wurden?
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Sebastian Jäger: 1. Assassin’s Creed 3

Assassin’s Creed 3 ist für mich deshalb das Spiel des Jahres, weil es Emotionen hervorruft: unerwartete Wendungen, eine wunderschön erzählte Geschichte sowie eine enorm detailreiche Spielwelt. Genau so sollte diese Art von Spiel heutzutage aussehen. Ubisoft macht nahezu alles richtig, anders hätte ich mir ein neues Assassin’s Creed gar nicht gewünscht. Aber ein Jahr Pause würde der Reihe dennoch ganz gut tun.

2. Mass Effect 3

Ich musste etwas länger überlegen, ob ich New Super Maro Bros. oder Mass Effect 3 an diese Stelle setze. Ich entschied mich letztendlich aber für Mass Effect 3, weil es mich dann doch länger unterhalten hat und eine schöne Geschichte bietet. Über die Kritiken zu den Ungereimtheiten und dem Ende kann man sicherlich streiten, aber für mich ist Mass Effect noch immer eines der besten Sci-Fi-Universen neben Star Wars.

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Schrei vor Glück: Sebastian Jäger.
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3. Game Dev Tycoon

Orientiert sich stark an dem iPhone-Spiel Game Dev Story, ist aber eine Umsetzung exklusiv für Windows 8 und meiner Ansicht nach deutlich tiefgründiger. Man erlebt die Höhen und Tiefen eines Spieleentwicklers, sieht Parallelen zur Realität und kann sich im Laufe der Zeit ein immer größeres Studio aufbauen. Besonders toll ist hier, dass man die komplette Spielehistorie noch einmal erleben darf – von Beginn an bis zur aktuellen Konsolen-Generation.

Weiter geht's: Noch mehr Highlights

Matthias: 1. Dishonored

Eigentlich nenne ich es: den „Assassin’s Creed“-Effekt. Wenn man durch die Straßen geht und sich selbst dabei ertappt, wie man den optimalen Weg an Hauswänden empor und über die Dächer plant. Dieses Jahr hatte ich den Effekt mit Dishonored: „Zuerst teleportiere ich mich hier auf das Sims, dann gegenüber auf den Balkon und von dort aufs Dach… Ach, nee, geht ja in der Realität gar nicht…“

2. Journey

Journey setzt an die Stelle der spielerischen Herausforderung eine ästhetische Erfahrung, die einen mitnimmt auf einen Flugrausch durch eine sängende, glitzernde, tosende Welt. Mehr Kunstwerk als Spiel? Beides! Denn nur im spielerischen Umgang mit ihr erschließt sich die Welt und offenbart ihre Schönheit.

3. Memento Mori 2: Wächter der Unsterblichkeit

Es ist das Dark Souls des Adventure-Genres: ein wenig sperrig, etwas zäh, aber bockschwer, wunderschön und auf seine spröde Art liebenswert. Zwischen den vielen seelenlosen Adventure-Leichtgewichten der Saison war Memento Mori 2 der stramme Max.

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Matthias wurde gleich zu Beginn des Jahres in die Wüste geschickt.
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Frank: 1. DotA 2

Schon im letzten Jahr war es in meiner Top-3 vertreten und in diesem Jahr führt es sie an. Zwar ist DotA 2 noch immer nicht erschienen - die aktuelle Key-Schwemme rechtfertigt aber eine erneute Nennung des Titels ebenso wie die unzähligen Stunden, die mich das Spiel gefesselt hat und noch fesseln wird.

2. The Secret World

Technisch ein MMOG, im Herzen ein Abenteuerspiel - und zwar ein extrem gutes. The Secret World wird gnadenlos unterschätzt und ich drücke Funcom die Daumen, dass die Abofreiheit dem Spiel endlich den verdienten Erfolg beschert.

3. PlanetSide 2

Eigentlich habe ich die Shooter schon vor Jahren hinter mir gelassen. Dass mich PlanetSide 2 jetzt jedoch zurück ins Genre bringt, überrascht mich selber, doch die Ringe unter den Augen nach durchzockten Nächten sprechen für sich. Und das, obwohl ich noch nicht einen Cent für das Spiel bezahlt habe. SOE ist endlich wieder auf Kurs.

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Als einer der ersten weiltweit durfte Frank bereits Hand an The Elder Scrolls Online legen.
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Leo: 1. Borderlands 2

Witzig, witziger, Borderlands. Wenn man mal außen vorlässt, dass man ganz primitives Ballern, Sammeln und Heimsen betreibt, íst der Kampf gegen Handsome Jack eine der lustigsten Unternehmungen des Jahres, was nicht zuletzt am enorm unterhaltsamen Antagonisten liegt.

2. XCOM: Enemy Unknown

In your face, Leute, die immer behaupten, man könne keine modernen Taktikspiele herstellen! Das Firaxis-Team unter Jake Solomon hat mit dem neuen XCOM deutlich das Gegenteil bewiesen und ist damit völlig zu Recht auch erfolgreich. Schöner war nur noch Bobby Koticks Geheule über seine Dating-Probleme.

3. Diablo III

Ich habe nie erwartet, zehn Jahre Spielspaß aus Blizzards neuester Teufelshatz zu holen. Stattdessen wollte ich mit Freunden auf Schatzjagd gehen, unzählige Dämonen plätten und mich mit meinem Charakter anfreunden. Diese Bedürfnisse hat DIII bravourös befriedigt und ist Pfund für Pfund einer der ergiebigsten Späße des Jahres. Sobald das Add-on da ist, bin ich es auch.

Die allerbesten Highlights

Roland: 1. Papo & Yo

Ich muss eine Lanze brechen für diesen vermeintlichen Puzzler. „Papo & Yo“ ist kein grafisches Wunderwerk, es ist nur als Downloadtitel und zudem nur für die Playstation 3 erhältlich. Aber ist das emotional Bewegendste, was ich im vergangenen Jahr spielen durfte. Wenn ein Mensch – in diesem Fall Vander Caballero – so offen mit seinen Traumata umgeht, wenn er so die Welt teilhaben lässt, verneige ich mich in Respekt. Selten war Leiden so spielerisch. Ich lege euch nahe: Geht auf diese Reise!

2. Spec Ops: The Line

Moralische Zwickmühlen? Entscheidungen und Konsequenzen? Gähn, das haben Entwickler häufig vor sich hergetragen, die Schlussfolgerung daraus aber ignoriert. Dass mit „Spec Ops: The Line“ jetzt ein Spiel aus Berlin zeigt, wie Action und Ballerei mit kritischem Ansatz und (interaktivem) Storytelling verbunden wird, sollte der etablierten Branche eine Warnung sein. Die Geschichte im Stile von Apocalypse Now ist das, was Shooter sein könnten, wenn die Faszination von „Auge-Hand-Koordination“ nicht mehr ausreicht. Bitte mehr davon.

3. Tribes: Ascend

Shazbot, das kleine Studio Hi-Rez hat die Marke Tribes gerettet! Der erste „Online Only“-Shooter überhaupt hat auch in seiner aktuellen Ausgabe genau das, was die beiden ersten Teile ausgemacht hatte: knallhartes Teamplay, rasante Bewegung samt Jetpacks, echtes dreidimensionales Capture the Flag und eine schier endlose Lernkurve. Das ergibt in der Summe einen fast durchgängigen Adrenalinkick. Für mich ist „Tribes: Ascend“ derzeit der beste Mehrspieler-Shooter.

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Ts, der Roland... Was für ein Fanboi!
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Denis: 1. ZombiU

Angesichts des hohen Schwierigkeitsgrads und des herben Frustfaktors ist die Versuchung groß, das Wii-U-Gamepad nach jedem Bildschirmtod in die Ecke zu feuern. Oder die Empfindlichkeit des eingelassenen Touchscreens mit der Faust auszuloten. Doch gerade deswegen sticht ZombiU angenehm aus der Masse heraus. Es tut gut, sich mal wieder so richtig vor Zombies zu fürchten. Wären nur diese elendig langen Ladezeiten nicht, könnte man die altbackene Grafik viel besser ertragen.

2. Der Herr der Ringe Online: Die Reiter von Rohan

Technisch könnte das aktuelle Add-on des Mittelerde-MMOs noch ein wenig Feinschliff gebrauchen, doch inhaltlich ging es dieses Jahr richtig zur Sache. Turbine modernisierte in Rohan viele Spielregeln und butterte massig Inhalte auf die Server. Denis quittierte Turbines Mühen mit einer hohen Wertung und ist seitdem wieder permanent in Mittelerde unterwegs. Inzwischen folgt er in Instanzen den Spuren des Hobbits Bilbo Beutlin oder bewundert die neu gestaltete Stadt Bree.

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Denis rockt die Schmiede.
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3. RockSmith

Ubisoft versprach zu viel. Ein digitaler Gitarrentrainer sollte RockSmith sein, was Musikspezi Denis aufhorchen ließ. Doch er wurde ein wenig enttäuscht. So gut die Ansätze auch waren, fehlerhafte Tonauslesung, falsch vermittelte Gitarrentechniken und überteuerte Download-Musik kosteten viele Wertungspunkte. Denis ist trotzdem von der Idee begeistert und wünscht sich einen verbesserten Nachfolger. RockSmith ist in seinen Augen noch nicht marktreif, trotzdem kann er die Finger nicht davon lassen und stöpselt einmal die Woche seine Klampfe an die Konsole.

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Nach 200 Stunden Dark Souls braucht Seb erstmal nen Kaffee.
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Seb: 1. Legend of Grimrock

Keine Quests, keine Dialoge, kein Sammeln und Abliefern, nur eine Viererparty und ein dutzendstöckiger Dungeon voller Gänge, Fallen, Monster, Türen und Rätsel. Mehr brauchte ich im April des Jahres nicht, als ein kleines finnisches Indie-Studio namens Almost Human den klassischen Dungeon-Crawler in respekteinflößender Erscheinung wiederaufleben ließ.

2. Dark Souls PC

Denselben Text wie oben könnte man hier noch einmal schreiben, also bleibt nur endlose Liebe in zehn Zeilen. Das klingt kitschig und alles, ist es vermutlich auch, aber wer die Reise durch Lordran überlebt, und das gleich fünfmal in einem Jahr, der braucht sich für so ein Geständnis nicht zu schämen. Müsste ich aus dem Stegreif mein Spiel dieser Generation küren, es wäre wahrscheinlich Dark Souls.

3. Gravity Rush

Ein einfaches und unbeschwertes Spiel, ohne viel Schmückwerk am Rand oder Ballast. Ein Mädchen verlagert den Punkt ihrer Erdanziehung und fliegt, wohin sie will. Sie ist eine Fremde in einer fremden Welt. Ich habe sie unheimlich gern bei ihrer Suche nach sich selbst und ihrem Platz begleitet.

Argh! Die Enttäuschungen des Jahres

Sebastian Jägers größte Enttäuschung: Die Wii U! Auch wenn Nintendos neue Konsole allerlei hochkarätige Titel zum Launch bekommen hat, aber wo bleiben die richtig geilen First-Party-Spiele? Ich bin jemand, der sich eine Nintendo-Konsole nur wegen der exklusiven Nintendo-Titel holt. New Super Mario Bros. Wii U ist klassisches Mario-Gehüpfe, wie ich es liebe, aber es fehlt diesmal irgendetwas. Schön war die Zeit, als der dicke Klempner in Super Mario 64 direkt zum Launch neue Maßstäbe setzte. Nintendo besitzt so viele Marken, hat so viele Talente, so viele Ressourcen und so viel Kreativität. Doch man weiß noch nicht einmal, was die Zukunft auf der Wii U bringen wird. Da muss Nintendo etwas geschwätziger in den nächsten Monaten werden, um mich bei Laune zu halten.

Frank ist wieder mal und immer noch von der gesamten MMOG-Branche enttäuscht, die es auch in diesem Jahr nicht hinbekommen hat, auch nur ein Spiel abzuliefern, das länger als ein paar Wochen bei Laune hält.

Gregor handhält, was er verspricht: Minderwertige PS3-Portierungen, belanglose Exklusivtitel, fragwürdiges Marketing und keine Besserung in Sicht: Gern würde ich die Sony-Verantwortlichen zur PlayStation Vita befragen. Noch vor einem reichlichen Jahr habe ich dem Start des Handhelds regelrecht entgegengefiebert, bis mir kurz vor dessen Veröffentlichung dämmerte: Weshalb brauche ich die Kiste eigentlich? Selbst auf der diesjährigen E3 haben es die Japaner versäumt, neue Akzente zu setzen. Und was kommt 2013? Portierungen, Remakes und Tearaway.

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Sebastian hat den vollen Durchblick.
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Denis‘ Enttäuschung des Jahres hört auf den Namen Azura. Denis hatte einen fulminant gestalteten interaktiven Anime erwartet, bekam aber ein trauriges Haudrauf-Spektakel vorgesetzt, dessen Darsteller sich ohne Sinn und Verstand durch eine unlogische und völlig behämmerte Story prügeln. Für Denis schlichtweg zwei bis drei Niveaustufen zu tief angesetzt.

Letztes Jahr tröstete sich Leo mit der Berichterstattung zu Command & Conquer: Generals 2, nun hat es sich ausgetröstet: Aus einem der cleversten, augenzwinkerndsten Spiele aller Zeiten wird eine F2P-Fortsetzung gesponnen, die nichtmal mit Schielen und Alkohol gut aussieht. Na dann: Prost und auf die Kollegen von Relic bauen.

Seb ist sprachlos: Resident Evil 6.

Gumpi hat’s weggewofen: Jagged Alliance: Back In Action. Tage. Nächte. Wochen und Monate habe ich damit verbracht, das kleine Land Arulco vor der verbrecherischen Diktatorin Deidranna zu erretten. Taktische Herausforderungen, knackige Kämpfe, viel Humor und eine ganze Menge abgefahrener Ideen halten mich auch heute noch am PC gefangen. Doch diese halbherzige Ausschlachtung eines der größten Strategiespiele aller Zeiten ist nur noch beleidigend. Gesehen, gespielt, weggeworfen; braucht in der Form nun wirklich kein Mensch.

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Seb hatte so manchen Aufreger 2012.
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Denis freut sich auf neue Konsolenhardware, die 2013 endlich ansteht. Wer kommt zuerst? Microsoft oder Sony? Wer hat das bessere Konzept, den praktischeren Controller, die schickere Grafik, die besseren Spiele? Es geht endlich wieder los!

Roland wollte eigentlich abheben: „Bioshock Infinite“ ist noch irgendwo in den Wolken zu finden. Obwohl ich mir schon die Weihnachtszeit zurechtgelegt hatte, um Columbia zu erkunden. Allerdings habe ich mir sagen lassen, dass sich das Warten lohnen soll. Davon ausgehend: Mal sehen, wie nach Erscheinen diesmal die journalistisch-philosophische Abhandlung aussehen wird. Für das Jahr 2007 und den ersten Teil war der Bezug auf Ayn Rand schon ein ziemlicher Brocken.

Ein Blick in die Zukunft: Darauf freuen wir uns 2013 am meisten

Gregor kann die bösen Blicke von Chefredakteur Matze schon sehen: „Schon wieder Urlaub!? Haben die freien Tage für Ni no Kuni, The Last of Us und BioShock Infinite nicht gereicht?“ An dieser Stelle wäre ein kleinlautes „Selbstverständlich!“ die einzig richtige Antwort, doch anstatt den Erzürnten mit einer Tasse Kaffee und Demut zu besänftigen, werde ich nur drei Buchstaben sagen: „GTA“.

Gumpi freut sich auf: South Park: Der Stab der Wahrheit. Witzigkeit kennt keine Grenzen – Und wer die Welt, die Charaktere und die Satire eines South Park liebt, kommt um dieses Spiel gar nicht herum. Da degradiert sich jede Diskussion, ob das noch lustig ist oder nur noch krank, zur überflüssigen Zeitverschwendung. Humor ist, wenn man trotzdem lacht. Und ich hatte während der Vorschau in Dublin Tränen der puren Freude in den Augen. Und gameplaytechnisch sieht es auch noch super aus. Was will man mehr? „ Lu, lu, lu – I´ve got some Apples...“.

Leo freut sich am meisten auf Company of Heroes 2 und South Park: The Stick of Truth. Ersteres versteht sich von selbst, eben die Fortsetzung zu einem der besten Strategiespiele der letzten Jahre. Über letzteres bin ich selbst überrascht, doch nicht nur steht Obsidian drauf, sondern die LARP-Cartoon-Epicness macht bislang auch echt was her – man darf hoffen.

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Roland stellt sich dem Wahnsinn.
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Sebastian Jäger meint: Da mir die Xbox 360 in der aktuellen Konsolen-Generation die meiste Freude bereitet hat, freue ich mich besonders auf die nächste Xbox-Generation. Die bisherigen Gerüchte machen äußerst neugierig und ich bin schon total gehypt. Und natürlich stehen auch die üblichen Verdächtigen ganz oben auf meiner Liste, allen voran Grand Theft Auto 5, Watch Dogs, Remember Me, The Last of Us, Animal Crossing 3DS, Beyond: Two Souls, Dragon Age 3, Ni no Kuni, Tomb Raider, Sim City und mindestens noch tausend weitere Spiele. Fehlt nur noch die Zeit, um all das zu zocken.

Roland zieht die Mütze ins Gesicht: Ich freue mich auf Winterstürme, erfrierende Gegner, aufbrechende Eisdecken, heulende Raketensalven und schlachtentscheidende Flankenangriffe. Wenn „Company of Heroes 2“ das hält, was meine beiden Hands-on-Sitzungen versprachen, dann ist allein schon deshalb das Jahr 2013 für Echtzeitstrategen ein Fest. Seit gefühlter Ewigkeit auf meiner Beobachtungsliste steht zudem „The Last of Us“ (exklusiv für die Playstation 3), dessen Titel womöglich mehr als auf den Spielinhalt bezogen ist. Und die Wartezeit auf mindestens eine neue Konsole verkürzen wird. Zudem gibt es mehrere Titel im Warhammer (40.000) Universum in der Pipeline!

Neben seinen Träumen von der ultimativen Sandbox faselt Frank jetzt auch noch wirres Zeug von einem vertrauensvoll vorbestellten Raumschiff, mit dem er sich zum Star Citizen werden aufschwingen will.

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Matthias überredet Ron Gilbert, ein neues Monkey Island zu machen.
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Matthias ist eben von Gestern: Ron Gilbert, Jane Jensen, Lori und Corey Cole, Al Lowe, Chris Roberts, David Braben, Mark Crowe und Scott Murphy – alle meine Helden, die Macher von Elite, Quest for Glory, Gabriel Knight und Wing Commander, sie alle sind dank Kickstarter wieder aus der Versenkung aufgetaucht. Mal sehen, ob ich 2013 überhaupt noch Zeit für andere Spiele finde…

Seb fasst sich kurz: Ein Studio namens Platinum unterschrieb bei Nintendo. Bayonetta fand auf der Wii-U eine neue Heimat.

Mach mit: Wähle dein Spiel des Jahres und gewinne einen Spiele-PC von kiebel.de im Wert von 999 Euro!