Meine Güte, schon wieder ist ein Jahr vorbei – und was ist nicht alles passiert in diesem 2011? Gleich im Januar ging es für Matthias mit THQ ins bitterkalte New York, zum Glück folgte bald darauf das herrlich warme Dubai mit Namco Bandai. Ned erlebte den Modern Warfare hautnah in Los Angeles und Roland fand die Portal-Gun für den direkten Weg nach Seattle.

Wir haben die Galaxis weit, weit entfernt bereist und die schneebedeckten Gipfel von Skyrim, sind unzählige Tode gestorben in Dark Souls und in Battlefield 3 wieder respawnt. Wir trauten unsere Augen nicht, als das Testmuster zu Duke Nukem Forever mit 12 Jahren Verspätung in der Redaktion eintrudelte, und haben eine Träne verdrückt, als im Dead-Island-Trailer ein Vater nicht verhindern konnte, dass seine Tochter von Zombies angefallen wurde.

Und auch dieses Jahr blickt die gesamte Redaktion (mit Ausnahme von Roland; der ist gerade mit seiner Band auf Tour in Brasilien, die Sau) zurück auf ihre ganz eigenen vergangenen 365 Tage, die Tops und Flops und besonderen Momente – mal begeistert, mal verärgert, nostalgisch, verträumt, aber unbedingt persönlich. Euch, lieben Lesern, wünschen wir einen guten Rutsch und ein gesundes, erfolgreiches Jahr 2012!

WTF?! Die persönlichen Gaming-Momente der Redaktion

Ned wurde eingezogen: Ich bin ja kein Waffennarr oder so, aber es war schon ziemlich cool auf der Call of Duty: XP in Los Angeles den Scrapyard-Level in einem Paintball-Gefecht nachzuspielen. Macht Spaß, tut aber auch weh.

Jahresrückblick 2011 - Die Tops und Flops des Jahres: Die Redaktion blickt zurück

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Ned auf dem Call of Duty XP Event in Los Angeles.
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Frank Fischer wurde tatsächlich besiegt: Obwohl gemunkelt wird, dass mein Skill im PvP nicht mehr weit vom God-Mode entfernt sein kann, haben mir die Jungs von Funcom bei der ersten Test-Session zu The Secret World eine schmerzhafte Lektion erteilt: Bei drei Fraktionen ist es wahrscheinlich klüger, nicht gleich zu Beginn das Schlachtfeld dominieren zu wollen und damit die geballte Aufmerksamkeit aller Feinde auf sich zu ziehen. Die "lachenden Dritten" hab ich heute noch im Ohr.

Leo ist nah am Wasser gebaut: Hat noch jemand vor Freude fast geweint über das gesamte Ende von Portal 2? Das zugehörige Achievement trägt die Beschreibung "Ja, das ist gerade wirklich passiert." - wesentlich treffender kann man es kaum noch zusammenfassen, dieses ungläubige Staunen...

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Deutlich zu sehen: Gumpi (rechts) bleibt lieber in der zweiten Dimension. 3D ist ihm zu unscharf.
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Gumpi setzt die Brille wieder ab: 3D ist die Zukunft! 3D ist marktweisend und revolutionär! Wenn man heute irgendetwas im Kino sehen will oder sich ein Spiel kauft, gibt es die Version höchstwahrscheinlich auch in 3D. Nur dass es so natürlich viel geiler und beeindruckender ist. Alles klar! Was bereits 1922 in einem Film geklappt hat, muss ja mittlerweile einer voll ausgereiften Technik entsprechen. Also 3D-Monitor angeschaltet, Shutterbrille aufgesetzt und losge....heult. Was für ein Murks. Verwackelte Bilder, Kopfschmerzen von der viel zu engen Brille und tränende Augen vom miesen Bildeffekt. Außerdem sieht man zusammen mit den Kopfhörern aus wie ein Geek-Alien auf LSD. Was für eine Enttäuschung. Was für ein unausgereifter Müll.

Denis erwischte sich im Finale von L.A. Noire beim Trauern: Auch wenn das Ende vorhersehbar war - die Handlung hatte mich einfach gepackt. Weitere Höhepunkte erlebte ich in der Brutalo-Komik von Bulletstorm, die mich vom Kaulauer-Festival in die Action-Arena und wieder zurück führte. Im Minutentakt wohlgemerkt. Hammergeil! Last but not least durchfuhr mich ein wahnsinnig zufriedenstellendes Erhabenheitsgefühl, als ich zum ersten Mal ein Musikspiel mit einer echten Gitarre spielen konnte. Dank der im Frühjahr veröffentlichten Squier Stratocaster für Rock Band 3 lerne ich nun alle paar Wochen einen neuen Song zu schrubben. So viel zum Thema Videospiele hätten keinen Bildungswert.

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Seb und Matthias bewerben sich um eine Rolle in Lego Batman & Robin.
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Seb hat eine dunkle Seele: Ich weiß nicht mehr genau, an welchem Tag es passiert. Es ist 6.35 Uhr, als sich zwei Hände verkrampft um einen Controller klammern. Die Daumen schmerzen seit Stunden, der Schweiß rinnt. Der letzte Boss in Dark Souls fällt. Danach ist lange Ruhe.

Matthias - Die Welt ist nicht genug: Seit ich bei gamona bin, ist World of Warcraft das Thema Nr. 1. Doch die Zeiten ändern sich allmählich. Als ich auf der gamescom nur mal schnell googlen wollte, wo die World-of-Tanks-Party stattfindet, bot mir die Autovervollständigung nach Eingabe von „World of…“ als ersten Treffer „World of Tanks“ an. Erst danach folgte „World of Warcraft“. Ein epischer Moment…

Sebastian Jäger hat neue Freunde: Mein schönster Gaming-Moment ist in diesem Jahr die gamona-Community gewesen, die ständig wächst, zahlreiche Überraschungen bereithält und mir in den letzten Monaten ein paar tolle Freunde beschert hat, die mir richtig ans Herz gewachsen sind.

Die besten Spiele des Jahres: die Highlights der Redaktion

Ned:

1. Battlefield 3 Multiplayer

Schon Bad Company 2 hat mich im Multiplayer-Modus stärker mitgerissen als die Konkurrenz aus dem CoD-Lager. Mit BF3 hat sich dieser Trend fortgesetzt, jetzt auch mit vortrefflicher Grafik und Referenz-Sound. Geil!

2. Skyrim

Kaum ein Spiel hat es in diesem Jahr geschafft, dass ich so richtig darin versinke, stundenlang umherstreife und meine Umwelt darüber ganz vergesse. Außer Skyrim. Hammer!

3. XBL Arcade-Summer

Jede Menge cooler Spiele zum kleinen Preis. Ist es nicht das, was wir ständig fordern? Games aus unabhängiger Produktion, frische Ideen! Hier bekamen wir sie geboten. Bitte 2012 mehr davon!

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Ned auf dem Boliden-Battlefield.
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Sebastian Jäger:

1. Skyrim

Hierfür braucht es eigentlich keinen Kommentar. Skyrim ist DAS Rollenspiel-Highlight 2011 und sorgt mit einer extrem dichten Atmosphäre immer wieder für Emotionen, mit seiner riesigen Spielwelt für ausgiebige Spaziergänge und mit seinem Umfang für endlose Spielzeit. Wer kann da schon Nein sagen?

2. RAGE

RAGE wurde als Grafikmonster gehypet und die Idee dahinter schien außergewöhnlich zu sein. Letztendlich bekam man einen herkömmlichen Shooter mit mehr oder weniger unwichtigen Rennelementen. RAGE unterhält aber trotzdem enorm, das hervorragende Artdesign verdient einfach eine Nennung, die Spiel- und Ballermechanik ist klassisch und bodenständig und die Grafik ist trotz der Texturen-Nachladeprobleme eine Wucht.

3. Battlefield 3

Sorry, Mario, aber Battlefield 3 bot mir in diesem Jahr einfach mehr als du. Den Singleplayer von Battlefield 3 muss man nicht unbedingt gespielt haben, der Multiplayer aber gehört auf jedem System zum Pflichtteil. Tolle Maps, grandiose Spielmechanik. Unterhält immer wieder.

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Sebastian machte 2011 öfters mal blau.
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Frank Fischer:

1. Skyrim

Wenn mir nicht diverse Betatests in der letzten Wochen viel Zeit gestohlen hätten, hätte ich längst wieder Ötzi gespielt und wäre tief in Skyrim abgetaucht, das nicht einmal ein Spiel im strengen Sinne ist, sondern eine stimmige Welt - eine Sandbox mit Autenthizität, wie ich sie liebe. Doch der nächste Urlaub kommt bestimmt.

2. Star Wars: The Old Republic

Ich liebe Star Wars (Episode 4-6), doch ich mag keine instanzierten Themepark-MMOs, keine Spiele mit allzu einfacher Spielmechanik und auch keine Spiele mit Comic-Look. Und trotzdem kann ich nicht die Finger von BioWares alter Republik lassen. Frieden gibt es nicht, nur Leidenschaft. Durch Leidenschaft erlange ich Stärke. Durch Stärke erlange ich Macht. Durch Macht erlange ich den Sieg. Durch Sieg zerbersten meine Ketten.

3. DotA 2

Ja, ich weiß - es ist noch nicht offiziell erschienen und die meisten von euch können es auch noch nicht spielen. Aber das Spiel an sich ist fertig und ich hole mir dort schon jetzt meine tägliche Dosis PvP. LoL? LOL! DotA forever!

Weiter geht's: Noch mehr Highlights

Gumpi:

1. Batman: Arkham City

Ein Spiel, das bewiesen hat, dass Fortsetzungen die Originale um Längen schlagen können. Batman: Arkham Asylum war ja bereits ein Prachtexemplar von einer DC-Umsetzung; aber Arkham City hat diesen Titel absolut in den Schatten gestellt und gezeigt, dass der zweite Teil kein billiger Ableger für den überfütterten Markt sein muss, sondern eine echte Verbesserung sein kann; sowohl in Grafik, als auch in Umfang und Story.

2. Saints Row: The Third

Da gibt es nicht viel zu sagen: Abgefuuuuuuckt! Saints Row: The Third ist so ziemlich der übelste, digitale Drogentrip, den es seit South Parks Heroin Hero gab. Jede Minute ist ein Feuerwerk der Überraschungen und abgedrehten Momente, ein beständiger Angriff auf die Lachmuskeln. An dieser Stelle dürfen sich die meisten Open-World-Action-Kracher ins Gesicht getreten fühlen: Ein Ulk-Titel hat euch den Rang abgelaufen.

3. The Witcher 2: Assassins of Kings

Dragon Age 2? Fable 3 oder Skyrim? Vielleicht sogar Deus Ex? Viele Spiele stritten sich dieses Jahr um die begehrte Rollenspiel-Krone. Doch meiner Meinung nach hat die nur ein Titel wirklich verdient: The Witcher 2: Assassins of Kings. So toll die Konkurrenz auch sein mag, an Liebe zum Detail, Schönheit der Umgebung und dem realistischen Hauch des Lebens in den Städten... An die fesselnde Hintergrundgeschichte und die bombastische Umsetzung der Kämpfe... Nein, da kommt für mich kein anderes Spiel heran.

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Gumpi will nicht gestört werden, wenn er Batman spielt.
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Leo:

1. Batman: Arkham City

Ich BIN Batman! Der Fanboy-Faktor mag eine große Rolle spielen, aber die Reise der Fledermaus durch Knasthausen hat die meisten meiner Erwartungen erfüllt und alle anderen übertroffen. Millardär, Martial Artist, Detektiv – alles, was in Arkham Asylum bereits in Ansätzen richtig gemacht wurde, hat hier Feinschliff erhalten. Und da es nun endlich auch coole Bosskämpfe gibt, wüsste ich gar nicht mehr, was ich bei einer Wertung in den "Contra"-Kasten schreiben sollte. Außer vielleicht "I'm the goddamn Batman", denn das geht bekanntlich immer.

2. Bulletstorm

Da behaupte noch einer, im Genre Ego-Shooter könne sich nichts regen! Die Kombination aus Überraschungseffekt, Lachflash, schierer Motivation und einem enormen Knallkopp-Faktor hieven People Can Flys Trickshooter Bulletstorm bei mir aufs Treppchen. Es gibt einfach kein schöneres Gefühl, als jemanden mit einer Feuerwerksrakete in einen Kaktus zu schleudern und dafür auch noch belohnt zu werden. Lieblingszitat: "What the dick?!"

3. Mortal Kombat

Hier schreibt eh jeder Skyrim und Saints Row, und obgleich ich diese Titel ohne Probleme auch nennen könnte, hat mich das neue Mortal Kombat überraschenderweise total aus den Latschen gehauen. Ich hatte die Reihe vorher eher als Gag oder als Kuriosität betrachtet, doch schau einer an: mehr als kompetente Spielmechanik kann sie ebenfalls! Haufenweise optionale Herausforderungen motivierten mich und – WTF? - sogar eine gute und fesselnde Handlung gab es! Die Fatalities schaden natürlich auch nicht.

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Hat Leos Top 3 nur knapp verfehlt: Call of Juarez: The Cartel.
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Denis:

1. Forza Motorsport 4

Super Mario 3D-Land und Zelda: Skyward Sword gehören zwar zu meinen Top-Favoriten des Jahres 2011, wenn es um den reinen Spielspaß geht. doch kein Spiel konnte mich so lange an den Bildschirm fesseln wie Forza Motorsport 4 für Xbox 360. Trotz kleinerer Macken vermittelt diese Konsolen-Rennsim so viel Authentizität, dass selbst meine eher Casual-affine Gattin ein paar Runden an meinem schmucken Fanatec-Lenkrad einlegt. Ich selbst habe hingegen schon ganze Wochenenden damit verbracht, meinen Mitsubishi-Flitzer aufzumöbeln und um die Pisten zu jagen.

2. Portal 2

Der erste Teil gehört aufgrund seiner simplen aber genialen Spielidee zu meinen All-Time Favorites. Dass Portal 2 diesen Geniestreich nicht wiederholen konnte, war abzusehen. Dennoch war ich um jede Minute froh, in der ich mehr über die seltsamen Testpraktiken von Aperture Science erfahren konnte. Ja, selbst die Beleidigungen und Sticheleien von GLaDOS genoss ich in vollen Zügen

3. Super Mario 3D Land

Über die Softwarepalette des 3DS kann man sich streiten, aber nicht über den endlosen Spaß mit dem Latzhosenhüpfer. Zwar zieht der Schwierigkeitsgrad in Super Mario 3D-Land erst an, wenn man die Geschichte ein Mal komplett durch hat, doch dann hat man durchaus etwas zu beißen. Da schmelzen die Stunden in Zug und U-Bahn wie im Flug.

Die allerbesten Highlights

Matthias:

1. Deadly Premonition

Ich nenne es: Das beste und gleichzeitig das schlechteste Spiel, das ich je gespielt habe. Für die Grafik würde sich jede PS2 in Grund und Boden schämen, die Actionsequenzen sind ein überflüssiger Graus, und viele Spielelemente wirken so undurchdacht, dass man sie den Entwicklern um die Ohren hauen möchte. Dennoch hat mich kein Spiel der letzten Jahre derart nachhaltig fasziniert. Die Mystery-Story zwischen Twin Peaks und Silent Hill ist ein Meisterwerk, die Open-World-Simulation genial und selbst an sich redundante Kleinigkeiten puzzeln sich zu einem erhabenen Gesamtbild zusammen – dem Charakter wächst sogar in Echtzeit ein Bart!

2. Ghost Trick – Phantom-Detektiv

Ich bin tot. Weiß weder, wer ich bin, noch warum ich ermordet wurde. Oder wer diese Frau ist, die soeben erschossen wird. Ich weiß nur: Ich muss sie retten, meine Identität aufdecken und die Wahrheit hinter allem ans Licht bringen. Dafür ergreift mein Geist Besitz von Gegenständen, spricht mit Toten und reist durch die Zeit. Eine clevere Spielidee und eine Geschichte, die sich in schwindelerregende Spannungshöhen steigert und trotz berstender Komplexität jeder Logikprüfung wasserdicht standhält.

3. Amnesia: The Dark Descent

Ich renne einen modrigen Kerker entlang, ein zähnefletschendes Monster im Nacken. Keine Waffen zur Hand, dafür ein bestialisches Kreischen hinter mir, die leise Hoffnung auf Rettung vor mir. Mit zittrigen Händen werfe ich die Tür hinter mir zu und spurte weiter. Das Donnern des Monsters an die Tür hallt wie ein tosender Sturm durch die Flure, dann birst sie entzwei, die Bestie ist wieder hinter mir her, ich meine ihren fauligen Atem an meiner Kehle zu spüren. Nichts wie weg hier, da vorne, die nächste Tür, ich… Panik!!! Keine Spielszene ist dermaßen furchteinflößend wie diese. Nie waren 3 Euro besser investiert als für Amnesia im Steam Halloween Sale.

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Zum ersten Mal seit Wochen sieht er die Sonne wieder: Seb hat Dark Souls durchgespielt.
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Seb:

1. Dark Souls

Kein Drache aus Himmelsrand kann euch so kraftvoll mitschleifen, wie es der erste richtige Boss in Lordran schafft. Dark Souls ist für mich Survival-Horror, Schwertkampfwahnsinn, ein Bangen um jeden Meter. Ein endloser, wunderschöner Albtraum aus hohen Mauern, Zinnen, Felsen, Sümpfen und Lavahöhlen. Ein Jahrtausendspiel.

2. Bulletstorm

Was für ein herrlich alberner, überdrehter, prolliger und rotzfrecher Shooter. Ich habe mich beim Lachen und Seufzen erwischt. Beim Lachen über das Töten, die Gegner, die Spielwelt, die Figuren. Beim zufriedenen Seufzen, weil Bulletstorm so viel mehr wert ist als alle Shooter da draußen, die verbissen durch grau-braune Schützengräben poltern.

3. Trine 2

Für mich nicht nur das hübscheste Spiel des Jahres, sondern auch eines, bei dem man minutenlang zusammen grübeln, probieren und albern kann. Physik, Knobeleien und Hüpferei greifen wunderbar ineinander. Nur kurz ist es mal wieder.

Argh! Die Enttäuschungen des Jahres

Ned ist doppelt enttäuscht: Erstens: Die Fortsetzungswelle setzte sich nahtlos fort. 2011 war eine Art gelebtes Déjà-vu, so richtig begeistern konnten mich nur wenige Spiele. Irgendwie hatte man alles so oder so ähnlich schon einmal gesehen. Zweitens: Origin, EULAs & Co. enteignen uns immer weiter. Was kommt als Nächstes? Abrechnung nach Verbrauch/ Spielzeit?

Sebastian Jäger hätte lieber noch ein paar Jahre auf den Duke gewartet: War es im letzten Jahr noch eines meiner kommenden Highlights und auch Überraschungen 2010, ist Duke Nukem Forever für mich die riesengroße Enttäuschung 2011. Was haben die Entwickler da die ganzen Jahre gemacht? Duke Nukem Forever ist zwar teilweise feinster Trash, aber nach ein paar Stunden hat man sich sattgespielt. Die Erwartungen waren vielleicht auch einfach zu hoch.

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Grimm und Struppi beim Interview in New York.
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Auch in diesem Jahr ist Frank nicht wirklich glücklich mit den Leistungen der MMOG-Branche, in man entweder keine Visionen mehr hat oder der Mut fehlt, sie umzusetzen. Es wurden ein paar Themeparks für zwischendurch abgeliefert, doch die Liga der Hardcore-Zocker befindet sich nun schon seit fünf Jahren im Leerlauf und wartet auf eine Online-Welt mit Langzeit-Spielwert.

Matthias geht lieber auf den Rummel: Die Call-of-Duty-Reihe mochte ich eh nie besonders, doch Modern Warfare 3 hat mich richtiggehend geärgert. Ist das überhaupt noch ein Spiel? Angesichts der Debatte, ob Heavy Rain noch Spiel oder schon Film ist, sei die Frage gestattet, ob MW3 nicht schon näher an einer Geisterbahnfahrt ist als an einem Videospiel. Bitterer Höhepunkt der zweifellos überwältigend inszenierten Parade aus Schock- und Knalleffekten ist das eingebaute Kindermädchen, das mir stets den Weg weist – ich brauch doch auch für’s Bahnfahren kein Navi!

Gumpi ärgert sich schwarz: Der Hype, der um L.A. Noire gemacht wurde, ist mir absolut unverständlich. Klar, wenn man das Spiel eingelegt hat, dachte man erst einmal: „Wow! Die Gesichtsanimationen sind ja wirklich der Wahnsinn!“ Aber da hört die Freude auch schon auf. Eine langweilige Hintergrundgeschichte trifft auf den sich immer wiederholenden Quatsch aus „Möchtegern-Kriminalarbeit“ und einer eher lausigen Grafik. Da rotiert Ernst Gennat im Grabe.

Leo hat das Ende der Welt gesehen: Große Enttäuschungen entspringen aus großen Erwartungen, und leider konnte ich beim Spielen von Deus Ex: Human Revolution nie das Gefühl abschütteln, eine halbgare Kopie von Vampire: The Masquerade – Bloodlines vor mir zu haben. Eher langweilige Augmentierungen brachten mich zum Gähnen. Die furchtbaren Bosskämpfe kamen sogar von einem anderen Studio. Dann noch diese Cyberpunk-Corp-Story zum Augenrollen und eine maue deutsche Sprachausgabe – dieses an sich tolle Spiel war tatsächlich mein Fehlkauf des Jahres.

Seb storniert den Urlaub auf der Toteninsel: Die primitive Inselschlitzerei namens Dead Island. Ein Spiel ohne jegliche inhaltliche Entwicklung, ohne Richtung und ohne Seele. Star, öde, lieb- und lustlos. Ach, und weil's keiner erwähnt hat: Die Schließung von GSC ist ebenfalls traurig.

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Hoch konzentriert: Seb und Sooooul Calibuuuuur.
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Mit Grauen denkt Denis an Rise of Nightmares zurück: Ein Gruselabenteuer mit Kinect-Steuerung, das in der ersten halben Stunde viel versprechende Ideen auffährt, nur um sie danach in einer Soße aus Horror-Trash und unkontrolliertem Kampfgefuchtel zu ertränken. Am schlimmsten war jedoch die Laufsteuerung: Einen Fuß nach vorne stellen und dann mit den Schultern die Blickrichtung justieren. Mit dem unbequemen Balanceakt könnte die Polizei wahrscheinlich jeden angetrunkenen Fahrer entlarven, denn schon nüchtern taumelt man gelegentlich von einer Seite zur anderen.

Ein Blick in die Zukunft: Darauf freuen wir uns 2012

Ned freut sich auf so einiges: Grand Theft Auto V, Ankündigung der Next-Gen-Konsolen von Sony und Microsoft, Spec Ops: The Line, Halo 4, unzählige Mods für Skyrim, The Darkness II, Diablo III, Gild Wars 2.

Sebastian wird morgen wieder geschimpft: Mass Effect 3! GotY und schon jetzt ein potentieller Kandidat für meinen ersten Platz der Top 3 2012. Ansonsten bin ich auf Nintendos Wii U gespannt und wie diese sich überhaupt auf dem Markt schlagen wird. Immerhin kündigt sich am Horizont schon die nächste Generation an und Nintendo ist mal wieder so mutig und setzt mehr auf "Innovationen" statt auf Grafik. Nicht unerwähnt darf ansonsten Grand Theft Auto 5 bleiben, das einfach eines meiner meisterwarteten Spiele 2012 ist. Eigentlich müsste ich an dieser Stelle noch Diablo 3 hinschreiben, aber der Text wird sonst zu lang und Matthias schimpft sonst...

Frank will 2012 wieder im Sandkasten buddeln, Häuser bauen, Schiffe steuern und Burgen belagern. Er glaubt fest daran, dass das südkoreanische Studio XLGames für ArcheAge einen brauchbaren Publisher findet, der das "Sandpark"-Spiel in Europa veröffentlicht.

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Gute Miene zu bösem Spiel: Frank wurde von Entwickler Joel Bylos im PvP von The Secret World gnadenlos "gepwnt".
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Gumpi tritt den Geheimbünden bei: Kein MMO hat es bisher geschafft, mich für längere Zeit zu begeistern. Hier mal angespielt, dort mal reingeschaut... Einzig „Atlantica“ hat es vermocht, mich länger als einen Monat an den PC zu fesseln. Doch nun kommt da ein Titel daher, der scheinbar mit allen Regeln des Onlinegamings bricht. Kein klassisches Level-Up-System, keine Klassen und kein Grinden? Klingt zu schön um wahr zu sein; trotzdem freue ich mich wie bekloppt auf „The Secret World“.

Matthias bibbert vor der Ankündigung von Half-Life 3: Half-Life 1 halte ich zwar für ein gutes, wenngleich maßlos überschätztes Spiel. Half-Life 2 hingegen KANN gar nicht überschätzt werden. Valve feuert hier in jeder Minute mehr Ideen ab als jeder andere Shooter an Kugeln im gesamten Spiel. Von daher erwarte ich mir von Half-Life 3 nichts weniger als eine neuerliche Revolution. Bitte, Valve, erhört mein Flehen! Wenn das nicht mindestens genial wird, lasst es besser gleich bleiben! Mit weniger gebe ich mich nicht zufrieden.

Seb freut sich auf ein weiteres erfolgreiches Jahr mit meinen Kollegen und unserer Community, viele „Lolololoooo, ihr seid ja Nappels und überhaupt: EPIC FAIL!!!“-Kommentare.

Leo hat da mal ne Fräge – oder auch zwei oder drei: Man ist ja immer geneigt, die Fortsetzungen bereits bekannter Reihen zu nennen. Und so viel Zeit ich mit meiner Commandrine Sheperd verbringen und stumpf in Diablo III wegklicken werde, ist es vor allem die Entwicklung der Spieleindustrie, die nächstes Jahr spannend wird. Besinnt sich Nintendo auf alte Tugenden und kommt von dem Gimmick-Trip runter? Werden die nächsten Konsolen von Microsoft und Sony mit Accessoires wie Getränkehaltern ausgeliefert? Und wird endlich jemand Tim Schafer genug Geld für die Produktion von Psychonauts 2 geben? Bis alle diese Fälle eintreten, halte ich mich mit der Berichterstattung zu Generals 2 über Wasser...

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Denis braucht neue Hardware.
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Denis freut sich am meisten auf neue Konsolenhardware: Nintendo und Microsoft tun gut daran, ihre alten Spielekisten endlich einzumotten, damit es auch auf dem PC-Sektor wieder vorwärts geht. Gigantische Sprünge bei Grafik und Rechenkraft erwarte ich nicht, wohl aber Systeme mit ordentlich Speicher und neuen Steuerungsideen. Allerdings fürchte ich auch ein wenig den Cloud-Gaming und Games-On-Demand-Trend, der mich um meine schmucken Packungen im Regal und meine Rechte als Gamer bangen lässt. Für mich ist schon jetzt klar: Eine Konsole ohne Slot für physische Datenträger kommt mir nicht ins Haus.

Blick hinter die Kulissen: Was die Redaktion sonst noch so erlebt hat 2011, erzählen wir euch in unserer Bilderstrecke gamona Privat - 2011 aus Sicht der Redaktion

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