Autor: Nedzad Hurabasic

Wie in jedem Jahr gab es auch 2006 eine nahezu unüberschaubare Flut an Spieleveröffentlichungen. Nur wenige Titel sind uns dabei in dauerhafter Erinnerung geblieben. Entweder weil sie so gut oder doch eher grottenschlecht waren. An die schlechten noch ein Wort zu verlieren, wäre Energieverschwendung, deshalb wollen wir die besten Konsolen-Spiele des Jahres nochmals Revue passieren lassen.

Naturgemäß ist diese Rückschau rein subjektiver Art und konzentriert sich dabei auf die großen Konsolen - die Handhelds bleiben außen vor. Viel hat sich innerhalb der letzten zwölf Monate getan, neben der Xbox 360 ist auch die Wii von Nintendo auf den Markt gekommen und zumindest in den USA und Japan auch die PlayStation 3.

The Next Generation
Was bedeutet das für die Konsoleros unter euch? Zum einen natürlich, dass es schon recht schnell kaum noch Spiele geben wird, die speziell für Xbox oder PlayStation 2 hergestellt werden. Bei der Xbox ist das Angebot schon jetzt recht mager, die PlayStation 2 wird auch wegen ihrer deutlich weiteren Verbreitung wohl noch länger unterstützt. Wie lange steht aber in den Sternen… Ähnliches gilt für den Gamecube, dessen Zeit mit der Einführung der Wii eindeutig am Ablaufen ist. Natürlich wird es ab und an noch den einen oder anderen (Alibi-)Titel geben, die meisten Entwickler werden sich aber die Produktionskosten sparen und sich auf die neuen Konsolen konzentrieren.

Jahresrückblick 2006 - Das Konsolen-Jahr in der Rückschau: Was waren die größten Highlights 2006?

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Läutete die nächste Generation ein: Microsofts Xbox 360.
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Die Auswirkungen der so genannten Next-Generation-Konsolen auf den Spielemarkt werden wir jedoch in einem gesonderten Artikel näher beleuchten. Stichworte wie die Patch-Politik der Hersteller und Publisher, die nun auch bei Konsolen Einzug hält, sowie die auf dem Vormarsch befindlichen Mikropayment-Angebote werden dort sicherlich ein Thema sein. Von daher werfen wir den Blick zurück auf 2006: Was waren die Highlights des Jahres?

Herausgepickt habe ich mir insgesamt 25 Spiele, von denen ich glaube, dass sie nicht nur mich, sondern die Gamer-Community insgesamt beeindruckt haben. Trotzdem bleibt die Auswahl natürlich subjektiv, und es wird immer den einen oder anderen Titel geben, über den man sich streiten kann. Eine Top 10 wollen wir wie auch schon im vergangenen Jahr nicht aufstellen. Der Grund ist derselbe: Ob ein Game nun auf Platz eins oder zwei landet, hängt häufig einfach von den persönlichen Vorlieben ab. Für den einen wird ein Shooter, für den anderen das Rollenspiel auf eins gesetzt sein. Doch nun genug der langen Vorrede, ran an den Speck und die besten 25 Konsolen-Spiele 2006 auf Xbox 360, PS2, Wii und Xbox.

Von Sofasportlern und zwielichtigen Prinzessinnen
Wenn man den reinen Zahlen glauben darf, dann war »Zelda« wohl das beste Spiel des Jahres. Eine Durchschnittswertung von über 90 Prozent bei den Kritikern spricht Bände. Und tatsächlich bietet »Zelda« fast alles, was ein hervorragendes Spiel ausmacht: tolle Story, Spieltiefe ohne Ende und eine lebhafte Welt. Dazu die neuen, durchaus gut integrierten Steuerungselemente.

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Ein Hammer auf der Wii: "Zelda: Twilight Princess".
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Allerdings ist »Zelda« mit seiner wundervollen Geschichte auch das einzige Spiel, das bei Erscheinen der Wii wirklich überzeugen konnte. Einzig das mit der Konsole ausgelieferte »Wii Sports«, das die neuen Steuerungs-Features sehr gut veranschaulicht, darf noch zu den Erfolgen gezählt werden. Mit dem Potenzial zum Partykracher darf dieses »kostenlose« Spiel nicht unterschätzt werden und dürfte gerade zu Weihnachten vielen Familien zum Ausgleichssport verhelfen. Mit vielen anderen 08/15-Titeln, bei denen die »revolutionäre« Steuerung der Spielkonsole mehr schlecht als recht ins Gameplay integriert wurde, legt Nintendos neues Wunderkind aber keinen berauschenden Start hin.

Zum Schießen...
Wo wir doch schon bei den Einzelfällen sind, darf »Dreamfall« auf der Xbox nicht unerwähnt bleiben. Es dürfte eines der letzten großen Highlights dieser Konsole gewesen sein und überzeugte Fans und Kritiker mit einem rundum gelungenen Abenteuer, wunderschöner Story und ausgefeilten Charakteren, bei dem auch die Rätsel nicht zu kurz kamen. Shooter-Fans werden an dieser Stelle vielleicht ganz anderer Meinung sein und »Splinter Cell: Double Agent« den Vorzug in ihrer persönlichen Rangliste geben. Keine Frage, Mr. Fishers neuester Auftrag holt noch mal alles aus der betagten Xbox heraus und hat sogar eine tiefer gehende Story als das Xbox 360-Pendant. Trotzdem gehört das Spiel aber auch auf Microsofts Next-Gen-Konsole zu den besten Spielen des Jahres und macht vor allem mit einer tollen Atmosphäre und herausragender Optik auf sich aufmerksam.

Die Konkurrenz im Actiongenre auf der Xbox 360 ist in diesem Jahr besonders groß gewesen. Neben »Splinter Cell« gab es noch einige andere Kandidaten, die den Shooter-Thron für sich beanspruchen. Da wäre beispielsweise ein Spiel, dessen Titel wir nicht nennen dürfen, weil es indiziert wurde und als erstes Spiel die vom Hersteller Epic entwickelte Unreal Engine 3 einsetzt. Einige interessante Gameplay-Kniffe, ein toller Coop-Modus und eine teilweise hervorragende Grafik machen dieses Spiel, dass das meistverkaufte Spiel für die Xbox 360 bisher ist, zu einem heißen Anwärter auf den Spitzenplatz.

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Machte dieses Jahr alle kalt: Sam Fisher.
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Grafisch nicht ganz so hoch stehend war »Call of Duty 3«, das den Zweiten Weltkrieg wieder auf unsere Bildschirme brachte und mit einer Intensität überzeugte, die über weite Strecken fesselnder war als die Produkte der Konkurrenz. Die Authentizität, die dort rüberkommt, ist Streckenweise schon beängstigend. Zusätzlich gehört »Call of Duty 3« auch beim Online-Dienst Xbox Live zu den meistgespielten Games überhaupt und sollte eigentlich in der Sammlung eines jeden Genre-Fans vorhanden sein.

Dass sich das Shooter-Genre auf der 360 sehr großer Beliebtheit erfreut, spiegelt sich vielleicht auch in der hohen Qualität der Titel wider. Wer taktische Shooter favorisiert, wird beispielsweise an »Rainbow Six: Vegas« nicht vorbeikommen, wo das hangeln von einer Deckung zur nächsten und ein ziemlich authentischer Spielablauf einen Meilenstein setzt. Auch hier gehört der abwechslungsreiche Online-Modus mit zum Besten, was derzeit erhältlich ist.

Für Ausrufezeichen sorgte auch »F.E.A.R.«, das anderthalb Jahre nach seiner Veröffentlichung auf dem PC endlich auch für die 360 erhältlich ist. Die gelungene Portierung besticht in erster Linie durch tolle KI-Kontrahenten, die dem Spieler durch gewieftes Vorgehen teilweise sehr viel abfordern und immer wieder mit gerissenen Winkelzügen für Überraschungsmomente sorgen, kann aber auch mit vortrefflichen Spezialeffekten punkten. Da bleibt der Wow!-Effekt des Öfteren nicht aus.

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Nur keine Angst machen lassen: "F.E.A.R."
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Obwohl »Prey« nicht ganz an die optische und spielerische Klasse der vorgenannten Games heranreicht, verdient sich der Shooter aber mit einigen innovativen Gameplay-Elementen ein Sonderlob. Es macht schon tierisch Spaß, sich von den Dimensionsportalen und magnetischen Laufwegen verwirren zu lassen oder sie zu seinem Vorteil zu nutzen, ist aber wohl nichts für Spieler mit ausgeprägter Motion-Sickness.

Das Attribut Actionspiel trifft auch auf unser nächstes Spiel im weitesten Sinne zu und hat sich ebenfalls eine Erwähnung in diesem Rückblick verdient. Allerdings handelt es sich auch hierbei um ein in Deutschland indiziertes Spiel, bei dem der Spieler es mit Horden von Untoten zu tun bekommt, während er um sein Überleben kämpft. Na klingelt's? Bestimmt! Entgegen seinem Ruf geht es dabei nicht nur ums stumpfe (gleichwohl blutige) Metzeln, auch jede Menge Humor und fast schon slapstickartige Szenen prägen diesen Kracher.

Voll auf die Fresse!
Auf die Mütze gibt es auch im wohl gelungensten Kampfsport-Spektakel des Jahres - »Dead or Alive 4« - das aufgrund seiner grafischen und akustischen Klasse, aber auch spielerischen Brillanz von unserem Rezensenten als »Pflichtkauf« eingestuft wurde. Mehr braucht man dazu eigentlich nicht zu sagen.

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Zum Sterben schön: "Dead or Alive 4".
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Wer es zwar sportlich-kämpferisch mag, aber mit dem Gefuchtel unserer asiatischen Freunde nichts am Hut ab, konnte sich bei »Fight Night Round 3« so richtig austoben. Mit einer superben Präsentation und jeder Menge Spieltiefe rannte das Spiel bei vielen Fans offene Türen ein und konnte Boxfans auf aller Welt überzeugen. Freunde des Faustkampfes kommen an der Xbox 360-Fassung des Spiels garantiert nicht vorbei.

Sport für Mauerblümchen

Sportliche Zweikämpfe ganz anderer Art bietet dagegen »Tischtennis«, das bisher als Videospiel eher ein Mauerblümchendasein fristete. Ganz anders in seiner 360-Version, wo es mit einem authentischen Spielgefühl und opulenter Optik auch Sportmuffel davon überzeugen konnte, mal wieder zur »Kelle« zu greifen.

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Dauerbrenner in der gamona-Redaktion: "Top Spin 2".
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Ebenso überzeugend ist einer der Redaktionsfavoriten - »Top Spin 2« -, der sich fast unaufhörlich im Laufwerk der gamona-Konsole drehte. Es ist schon beachtlich, wie viel Spaß Tennis auch heutzutage noch machen kann, wenn das Spielgefühl so herausragend ist wie hier. Die erfrischenden Erlebnisse beim Boxen und Tischtennis haben meiner Meinung nach in diesem Jahr den etablierten Sportarten Basketball, Eishockey und Fußball den Rang abgelaufen. Nicht zuletzt deshalb, weil man dort das Gefühl hat, dieselbe Soße in einer anderen Farbe Jahr für Jahr neu vorgesetzt zu bekommen.

Diese Gefahr bestand auch bei einer Trendsportart, dem Skateboarden. Wie bei kaum einem anderen Videospiel wird diese Marke mit einem einzigen Namen assoziiert: »Tony Hawk«. Bereits zum achten Mal, aber erstmals auf Xbox 360 dürfen sich Skater von einer vollkommen überarbeiteten Fassung, die alles andere als ein lauwarmer Aufguss vergangener Tage ist, von einer tollen Präsentation und vielen neuen Features begeistern lassen. Noch nie haben Wallrides, Flips, Grinds, Ollies und die ganzen anderen Kunststücke so viel Spaß bereitet.

Voll von der Rolle…

Spaß will auch die große Rollenspiel-Gemeinde, doch gerade solche Spiele gibt es für die 360 nur sehr wenige. Dafür ist 2006 eines erschienen, das sicherlich zu den besten Spielen überhaupt zählte. Die Rede ist von »The Elder Scrolls IV: Oblivion«. Überwältigend die Spieltiefe, tolle Optik, Quests ohne Ende, ein Abenteuer von wahrhaft epischen Ausmaßen. Es ist zudem das Spiel, das mich in diesem Jahr mit seiner Vielseitigkeit am längsten fesseln konnte und auch nach zig Stunden noch Neues bieten kann.

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Rollenspiel des Jahres: "Oblivion".
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Ein »Rollenspiel« ganz anderer Art bietet da schon »Saint's Row«, bei dem man in »GTA«-Manier in die Haut eines Gangsters schlüpft und mit krummen Geschäften Karriere macht. Die Gefahr, als lahmer Klon in die Geschichte einzugehen, umschiffen die Entwickler mit vielen Gameplay-Verbesserungen, an denen das große Vorbild noch krankte. Technisch und atmosphärisch heimste das Spiel zudem Bestnoten ein und dürfte für Fans des Genres der Hit des Jahres gewesen sein.

Wer Abwechslung von all dem hektischen Treiben, den Shootern, dem Schießen, Morden, Springen, Schlagen suchte, hatte nicht viele Alternativen. Eine jedoch stach dabei besonders ins Auge: »Viva Pinata«. Als Gärtner und Züchter hegt und pflegt man in einem völlig neuen Spielkonzept possierliche Tierchen, die eigentlich eine Süßware sind. Die schnuckelige Darstellung, ein hoher Suchfaktor und entspanntes, offenes Gameplay machen das Spiel zu einem auch für Kinder empfehlenswerten Titel.

Im Schatten der Next-Gen-Kolosse
Doch auch abseits der Next-Gen-Barriere konnte Konsoleros viel Spaß haben, wenn sie beispielsweise zu den PS2-Jüngern gehören. Zwar sind für die altehrwürdige Sony-Konsole viel mehr Spiele erschienen als für die 360. Dafür waren aber die potenziellen Hits etwas rarer gesät. Nur ein gutes halbes Dutzend »Must-Haves« sprechen eine deutliche Sprache. Gerade Freunde epischer Abenteuer und vielleicht eher ungewöhnlicher Spiele bekamen trotzdem Einiges geboten. Das beherrschende Stichwort lautet: Action-Adventures. Im Frühjahr begeisterte »Shadow of the Colossus« mit monumentaler Geschichte, kolossalen Feinden und einer faszinierenden Spielwelt. Kaum ein anderes Spiel vermochte es, die Weite seiner Fantasy-Welt auf derartige künstlerische Art und Weise zu vermitteln und uns Spieler in seinen Bann zu ziehen. Kaum auszudenken, was ein Spiel solcher Güteklasse auf einem der Next-Gen-Systeme zu leisten im Stande ist.

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Rockte sich in unsere Herzen: "Guitar Hero 2".
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Ein abgefahrenes Erlebnis ganz anderer Art bietet »Guitar Hero 2«. Endlich mal Rockstar sein und selbst auf der Bühne stehen. Kaum ein Musikspiel konnte im abgelaufenen Jahr derart viele Spieler begeistern und mit seinem einfach zu erlernenden, aber schwierig zu meisterndem Gameplay für Massen von Gitarre spielenden Süchtis vor den Bildschirmen sorgen. Seit »Guitar Hero 2« können sogar zwei Spieler gemeinsam die Gitarren schwingen, was die Voraussetzungen für rockige Partys weiter verbessert.

Spielspaß ohne Ende bietet auch ein Game, bei dem der Titel zunächst für fragende Gesichter sorgt: »We love Katamari«. Ähnlich abgedreht wie der Titel präsentierte sich das Spielgeschehen, das sich gar nicht richtig in irgendwelche Genre-Schubladen packen lässt. Innovatives Spieldesign, schräge Ideen und eine knuffige Grafik machten das Spiel zu einem »liebevollen« Highlight auf der PS2. Abgefahren ist auch die Idee zu »Canis Canim Edit«, das im Original eigentlich »Bully« heißt, in Deutschland aber umbenannt und geschnitten werden musste. Dabei präsentieren die »GTA«-Macher Rockstar ein amüsantes, technisch brillantes Abenteuer abseits der ausgelutschten Action-Adventure-Pfade und lässt euch einen virtuellen Schulalltag der etwas anderen Sorte erleben.

Beinhart
Die Schule des Lebens hat vor 23 Jahren Tony Montana in »Scarface« vom kubanischen Tellerwäscher zum Drogen-Millionär gemacht, jedenfalls im Kino. 2006 feierte der eigentlich tote Anti-Held eine Wiederauferstehung, die mit viel Atmosphäre und einer packenden Story den Flair des Films auffangen konnte. Ganz im »GTA«-Stil gehalten konnte der Sex-geile Montana sich auf diese Weise ballernd sein Imperium zurückerobern. Zwar kein absoluter Überflieger, aber doch in sehr guter Erinnerung geblieben.

Ins Cockpit setzt man sich dafür aber im wahrsten Sinne des Wortes bei »Ace Combat Zero«, der wohl besten Action-Flugsimulation des Jahres. Tolle PS2-Grafik, rasantes Arcade-Gameplay, interessante Story und ein rundum gelungenes Spielerlebnis ließen kaum Kritik aufkommen. Fliegerherz, was willst du mehr? Eine Umsetzung auf Next-Gen-Konsolen natürlich!

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Unkaputtbar - von wegen: "Black".
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Die könnte man sich auch für den Shooter »Black« wünschen. Das Spiel überzeuge vor allem mit Non-Stop-Actioneinlagen und seiner fast komplett zerstörbaren Umgebung wie kaum ein anderes. Es ist einer der geradlinigsten Shooter der letzten Jahre, aber gerade aufgrund der puristischen Ausrichtung auf die Action so gelungen. Die bombastische, knallharte Präsentation ist ein Fest für die Sinne und ein Muss für jeden Action-Fan.

Ganz im Gegensatz dazu steht ein anderer Shooter: »Metal Gear Solid 3: Subsistence«, bei dem eine ausgetüfftelte und tiefgehende Hintergrundgeschichte die Standards für Spiele solcher Art setzt. Theoretisch handelt es sich dabei »nur« um eine erweiterte Version von »Metal Gear Solid 3: Snake Eater«, bringt aber viele neue Features wie einen gelungenen Online-Modus und etliche weitere Zusatzmaterialien mit, die keinem Fan der Serie fehlen dürfen.

Unterm Strich können wir auf ein durchaus unterhaltsames Videospiel-Jahr zurückblicken mit einer ganzen Reihe ausgezeichneter Produkte. Manchmal fragt man sich allerdings, warum man dieses oder jenes Feature gar nicht oder nur in geringem Umfang erhalten hat. Selbst die oben genannten Spitzenspiele blieben von solchen Problemen nicht verschont und ärgerten uns teilweise ohne Grund. In Zukunft wird sicherlich das Online-Gaming auch bei Konsolenspielen immer wichtiger werden. Hersteller, die solche Komponenten stiefmütterlich behandeln, werden sich im Krieg der Konsolen warm anziehen müssen.