Kevin Levine, Game Designer der Bioshock-Reihe teilte in einem Interview mit, dass Spiele die Aufgabe haben, die Gewalt möglichst ungeschönt darzustellen.

Irrational Games - Ken Levine: Spiele müssen Gewalt möglichst ungeschönt aufzeigen

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Bioshock Infinite: Schön und brutal
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Eigentlich wollte Kevin Levine Drehbuchautor werden. Er, der sich sogar mit 47 Jahren noch als Nerd bezeichnet. Die Idee dazu muss ihm wohl bei seinen einsamen Tabletop-Sessions mit dem Rollenspiel Dungeons & Dragons gekommen sein - eigentlich ein Gesellschaftsspiel. Als er in Hollywood scheiterte, begann seine eigentliche Karriere in der Spielebranche. Erst bei Looking Glass Studios, dann mit seinem eigenen Studio Irrational Games.

Mit seinen Spielen wie System Shock 2 und den Bioshock-Titeln mischte er die Spielebranche gehörig auf. Und Shock kann man durchaus wörtlich nehmen. Egal wie tiefgründig und wunderbar erzählt die jeweilige Geschichte auch sein mag, optisch sticht vor allem die brutale Gewalt ins Auge, die allen Spielen gemein ist.

Für Levine steht allerdings fest, dass in Zeiten, in denen Gewalt und Kriege verschleiert, Schulmassaker und Bombenattentate in den Medien verdunkelt werden, es die Aufgabe der Kunst sei, die Wahrheit aufzuzeigen.

"Eine Verantwortung der Kunst ist es, zu zeigen, wie es aussieht, wenn jemand erschossen wird, weil es in den Medien verschleiert wird", so Levine. "Im Krieg geht es darum, Metallteile in die Richtung von anderen Leuten zu schicken, um sie auf primitivste Weise zu zerreißen."

Allerdings stellte er später über Facebook noch einmal klar, dass die Kunst viele Verantwortungen zu tragen habe und dass nicht jede Kunstform gleichgestellt sein müsse. In erster Linie ginge es ihm bei seiner Aussage darum, die Vorstellung anzufechten, dass ultrabrutale Gewalt in der Kunst nichts zu suchen habe.