Bereits im letzten Juni musste die französische Titus-Gruppe Insolvenz anmelden: Der Mutterkonzern von Interplay, Virgin Interactive, der Distributionseinheit Avalon sowie verschiedenen Studios wie Flugsim-Experte Simis hatte bei einem Umsatz von 20 Millionen Euro zuletzt über 100 Millionen Verluste zu melden. Versuche, US-Tochter Interplay zu verkaufen, schlugen fehl und letzte Titel wie Robocop oder Barbarian floppten.

Nun scheint Titus endgültig am Ende: Das zuständige Gericht in Frankreich hat die Auflösung der Gesellschaft angeordnet, da es einfach keine Hoffnung auf eine Restrukturierung gab. Direkt betroffen sind die Titus Holding, die französischen Studios sowie die dortige Tochter Avalon France.

Es stellt sich jedoch die Frage nach den anderen Unternehmen: Interplay selbst ist in argen Finanznöten - der US-Publisher verkaufte nach und nach alle wichtigen Spielrechte um mit dem Massively Multiplayer-Titel Ballerium einen Neuanfang zu wagen. Auch die Frage der Hamburger Avalon Interactive ist bislang ungeklärt.