Geräte, die mit dem Internet verbunden werden können, sind ein mögliches Einfallstor für Bösewichte aller Art. Geben hierzulande immer noch einige Firmen mehr Geld für Klopapier als für E-Mail-Sicherheit aus, so wird das Gefahrenpotenzial einer Spielkonsole meist völlig vernachlässigt.

Wie eine Konsole das Firmennetzwerk gefährden kann? Recht einfach. Im Gegensatz zu Computern, die sich in geschlossenen Büros befinden und auf die demnach nur bestimmte Personen Zugriff haben, befinden sich Spielkonsolen nicht selten Gemeinschaftsräumen, die für jeden zugänglich sind.

Auf der Defcon-Sicherheitskonferenz zeigte eine Hackergruppe, wie es möglich ist, eine Nintendo Wii mit Malware zu infizieren und somit Zugriff auf das gesamte Firmennetzwerk zu bekommen. Anders als bei PCs sind Konsolen meist direkt mit dem Netzwerk verbunden und haben auch direkten Internetzugriff. Es bedarf hier also kaum eines Logins oder einer Autorisation.

Mit der so infizierten Wii konnten die Hacker Zugriff auf jeden Winkel des Büros und sogar komplette Firmennetzwerke erlangen. Es ist ebenso möglich, eine Wii oder einen Nintendo DS mit einem Virus zu infizieren und diesen dann an das Büronetzwerk weiterzugeben. Hier könnten beispielsweise Mitarbeiter, die ihren Handheld in der Mittagspause verwenden, als mögliche Überträger in Frage kommen.

Das Problem beschränkt sich selbstverständlich nicht auf die Wii. Auch andere, mit dem Internet verbundene, Spielkonsolen können hier als potenzielle Einfallstore für Schadsoftware ausgenutzt werden.