Erst verschlafen und dann auch noch falsch aufgestanden. So könnte man das Verhalten der großen Plattenfirmen und des Giganten Microsoft, der seine Nase sowieso überall hineinstecken muss, wo Elektronik draufsteht, im Bezug auf mp3s beschreiben.

Im Kampf gegen illegale Tauschbörsen und halb-legale Onlineshops ziehen Sony & Co jetzt andere Seiten auf. Das Stichwort lautet Digital Rights Managment (DRM). Damit will man die Kunden daran hindern illegal Musikstücke zu verbreiten.

Der Haken: Die Musik lässt sich nicht auf dem heimischen CD-Player abspielen, geschweige denn auf dem portablen mp3-Player. Auf dem PC klingt nur mit Hilfe spezieller Software ein Mucks aus den Lautsprechern. Also eigentlich handelt es sich bei DRM um Handschellen für zahlende Benutzer.

Aber egal, es geht ja um die wirtschaftlichen Interessen der Plattenbosse. Da kann man durchaus mal etwas kundenunfreundlich auftreten.

Aber immerhin scheinen die Firmen langsam ihr Lack und Leder Outfit abzulegen um etwas einfühlsamer zu erscheinen. Es ist nun erlaubt die Dateien auf verschiedenen PCs zu parken und manchmal sogar zu brennen! Danke!

In diesem Zusammenhang gibt es einen sehr lesenswerten Artikel auf Spiegel.de: "Im Sadomaso-Keller der Musikindustrie" (Link unter der News). Ein Plädoyer für freie Musik und die Wahlfreiheit des Wiedergabemediums durch die User.

Kleine Notiz am Rande: Zur Glanzzeit von Napster stiegen auch die Plattenverkäufe...