Wie das Magazin Heise Online heute berichtet, fordert in einem aktuellen Fall ein Anwalt 5.200 Euro Entschädigung für die angeblich widerrechtliche Nutzung (s)eines Markennamens als Pseudonym in einem Internet-Forum. Vom Gericht muss nun geklärt werden, ob die Nutzung des Namens strafrechtliche Konsequenzen hat.

Sollte der Kläger Recht erhalten, könnte dies grundlegende Auswirkungen auf alle öffentlich zugänglichen Diskussionsforen haben, in denen Nutzer sich bekanntlich in der Regel unter Pseudonymen anmelden - häufig sind darunter auch geschützte Marken und andere bekannte Bezeichnungen sowie Namen prominenter Zeitgenossen. Da den Betreibern aufgrund der oftmals großen Anzahl von Usern die Überprüfung aller verwendeter Namen kaum zuzumuten ist, könnte sogar eine prophylaktische Schließung vieler Foren denkbar sein, um derartige Klagen zu vermeiden.