Ein in im US-Kongress eingebrachtes Gesetz gegen Filesharer sorgt für heftige Kritik seitens der Bürgerrechtler. Würde es sich durchsetzen, käme halb Amerika hinter Gitter.
Die Bürgerrechtsorganisation Electronic Frountier Foundation (EFF) geht auf die Barrikaden: Der Gesetzesvorschlag ermögliche die strafrechtliche Verfolgung von 60 Millionen Staatsbürgern, die über Tauschbörsen Musik oder Filme tauschen. Es verwenden mehr Amerikaner Filesharing-Software, als für Präsident Georg W. Bush im Jahr 2000 gestimmt haben, sagte EFF-Anwalt Jason Schultz. Er sieht das ganze als politisches Theater, das keinen einzigen Penny in die Geldbörsen der Künstler bringe.

Mit scharfen Worten geißelte auch EFF-Anwalt Fred von Lohmann den Gesetzesentwurf, der von sechs Abgeordneten als Author, Consumer and Computer Owner Protection and Security (ACCOPS) Act eingebracht worden ist. Die Befürworter des Gesetzes nehmen in ihrem Krieg gegen Filesharing in Kauf, dass Datenschutz, Innovation und sogar die persönliche Freiheit als Kollateral-Schaden zurückbleiben, sagte von Lohmann.