Wie die Süddeutsche Zeitung berichtete, sei Time Warner an dem Verkauf des Online-Dienstes AOL an die deutsche Konkurrenz T-Online interessiert. So würden 70 Prozent an T-Online übergehen und 30 Prozent bei Time Warner verbleiben. Ein Deal, der seitens Time Warner nicht unrealistisch erscheint, denn die Geschäfte mit AOL entwickelten sich in den letzten Monaten ganz und garnicht so, wie man sich das vorgestellt hatte. Sogar die Namensstreichung aus dem Time Warners Logo wurde angeblich schon in Betracht gezogen.

Doch wie heise.de berichtet, wurden sämtliche Gerüchte über eine Übernahme Time Warners durch T-Online bereits seitens T-Online dementiert. " Wirtschaftlicher Unsinn" sei das, so ein Sprecher gegenüber der dpa (deutsche Presse Agentur). "Da ist nichts dran", führte Telekom-Chef Kai-Uwe Ricke weiter an. Außerdem sei der genannte Übernahmepreis von einer Milliarde " lächerlich niedrig".

Das Unternehmen rechne jedoch mit weiteren Spekulationen in den kommenden Wochen, da es vier Milliarden Euro für Einkäufe zur Verfügung habe, so T-Online-Chef Holtrop auf einer Bilanzpressekonferenz diese Woche.