Schon heute informieren sich sehr viele Menschen zu allererst im Internet, die klassischen Medien wie Fernsehen und Radio dienen nur noch als Zusatzhappen. In den nächsten fünf Jahren wird sich auch in der Informationsschlacht der Trend fortsetzen, der sich bei Immobilien, Jobs und Autos schon gefestigt hat und das Netz als ernsthafte Konkurrenz ausweist. "War doch klar" oder "Wusste ich eh schon"-Sager werden nun von der aktuellen "mediareports-Studie der Marktforscher Prognos unterstützt. Demnach informieren sich vor allem jüngere Menschen vor allem zuerst im Internet, die klassischen Medien können damit nicht mithalten und die ehrwürdigen Abendnachrichten können mit dieser Aktualität nicht Schritthalten.

Trotzdem verlieren weder Fernsehen noch Radio an Nutzungszeit, denn das sei "empirisch nicht nachweisbar. Es gibt noch keine eindeutige Wanderungsbewegung zu Online-Medien, auch nicht bei jungen Zielgruppen", so Daniel Hürst vom "mediareports"-Team. Bis 2009 sollen ca. 30 Millionen Haushalte über einen Internetanschluss verfügen und vor allem die großen Portale wie Spiegel.de sollen auch von dem immer größeren Werbeaufkommen profitieren, der bis dahin um 22 Prozent wachsen und schließlich bei 1,8 Prozent des Gesamtmarktes ausmachen soll.