Die Schöpfer der Internet-Tausch-Software Morpheus - StreamCast Networks - gehen auf Konfrontationskurs. Offenbar unbehelligt von den juristischen Angeboten der Musikindustrie, will StreamCast-Chef Michael Weiss die Privatsphäre seiner Nutzer besser schützen.
In einer neuen Version von Morpheus, die er gegenüber dem Wall Street Journal für diesen Monat ankündigte, will er den Usern geben, was sie wollen, nämlich größeren Schutz vor der Ausspähung ihrer Identität.

Ob derlei Bestrebungen die rechtlichen Schritte der Musikindustrie, in den USA vertreten durch die Recording Industry Association of America (RIAA) , blockieren, ist unklar. Bislang schwenkten die Gerichte eher die Fahnen der Copyright-Inhaber - auch wenn ein Richter zumindest die P2P-Tauschbörsensoftware kürzlich erst für legal erklärt hatte.

Auch die technische Realität könnte StreamCast einen Strich durch die Rechnung machen: Als Teilnehmer eines P2P-Netzwerks steht man weit offen da, meint Randy Saaf, Chef der Copyright-Schützer von MediaDefender .