Wie wir auf Krawall.de lesen konnten, hat die Redaktion sich dazu entschieden, die Leak-Berichterstattung aufzugeben. Oder, wenn nicht ganz so krass, so doch zumindest die Leak-News einzuschränken. Grund dafür:

Entgegen unserer vorigen Praxis werden wir in Zukunft nicht mehr über so genannte "Leaks" berichten. Der Grund dafür ist, dass wir durch unsere Newsberichterstattung darüber nicht unnötiges Interesse auf die ungewollt veröffentlichte Software lenken.

Das kann man, muss man aber nicht so sehen. Denn durch die Berichterstattung zu neuerlich aufgetretenen Leaks unterstützt man keinesfalls die Verbreitung illegaler Software oder ähnliches. gamona.de setzt auch keine Links oder gibt Hinweise, wo eine geleakte Version zu einem Spiel zu finden ist. Sowas ist selbstverständlich unterste Schublade.

Aber sich vor den Problemen dieser Welt - na ja, wir wollen die Kirche mal im Dorf lassen - vor den Problemen des Internets und dieser rasend schnellen Verbreitung zu verschließen, muss nicht zwangsläufig der richtige Weg sein. Reportagen über Entführungen, Einbrüche und Mordanschläge müssten demnach auch eingestellt werden, um kranken Köpfen keine Saat an schlimmen Ideen in die Hände zu geben, welche Taktiken sie anwenden müssen, um an ein kriminelles Ziel zu kommen.

Dennoch: Wir können die Entscheidung unserer Kollegen nachvollziehen und hoffen für die Entwickler und Publisher, dass es tatsächlich den gewollten Effekt hat.

Wir stoßen euch hiermit an, im Forum über dieses Thema zu diskutieren. Ist es wirklich so, dass News-Berichterstattung diesen erwähnten Nebeneffekt haben kann? Oder sind geleakte Spieleversionen einfach eine Sache, die Internet-User wissen sollten, um auch die dunklen Seiten des WWW kennenzulernen?