Jetzt haben wir es ganz offiziell: Wer Waren bei einer Online-Auktion ersteigert, muss sich darauf verlassen können, dass die angebotenen Gegenstände auch wirklich den Beschreibungen und Fotos entsprechen. Das hat jetzt das Landgericht Trier entschieden (Az. 1 S 21/03).
Demnach hat der Käufer Anspruch auf Rückzahlung des Kaufpreises, wenn er feststellt, dass die Ware mangelhaft ist. Besonders Computer-Fans - speziell Spieler - bekommen damit erheblich mehr Sicherheit bei Online-Auktionen. Immer wieder kam es vor, dass gebrauchte Grafikkarten oder Motherboards defekt waren, mitunter sogar nur ein Karton ohne Inhalt geliefert wurde. Außerdem: Kauft man ein gebrauchtes Spiel zum Beispiel bei eBay, und ist in der Beschreibung ,,inklusive Handbuch'' vermerkt, muss das Heft auch dabei sein. Das war bislang ebenfalls nicht immer so.

Im konkreten Fall, über den das Landgericht zu urteilen hatte, hatte eine Frau eine Sammlerpuppe ersteigert, die laut Beschreibung den Original-Körper besitzen sollte. Tatsächlich passten bei der Puppe Kopf und Rumpf nicht zusammen.

Laut dem Urteil muss man sich aber eben auf die Beschreibung und Fotos verlassen können, da es im Web ja keine andere Möglichkeit gibt, sich eine Ware vorher genau anzuschauen.