In Europa, Asien und Nordamerika wurden unzählige Privatnutzer, Firmen und Behörden vom Internet-Wurm Sasser heimgesucht. Der Wurm als solches startete Computer häufig neu, setzte sich fest und suchte Zugang zu anderen erreichbaren Rechnern. Ohne konkrete Zerstörungs-Routinen durchzuführen, wirkte er sich auf diese Weise natürlich dennoch destruktiv aus.

Nun, da seine Ausbreitung durch neue Absicherungen mehr und mehr ins Stocken gerät, konzentrieren sich Ermittler auf die Suche seines Ursprungs. Microsoft arbeitet diesbezüglich unter anderem mit dem F.B.I. zusammen.

In quasi forensischer Kleinarbeit untersuchen Fachleute den Code von Sasser. Bisherige Vermutungen besagen, er habe seine Wurzeln in Russland. Die dort ansässige Gruppe Skynet anti-virus group fiel schon durch den E-Mail Virus Netsky und dessen Ausbruch auf. Nebenbei: Der Name Skynet stammt vermutlich aus den Terminator-Filmen. Dort übernimmt ein gleichnamiges System unbarmherzig die Weltherrschaft.

Obwohl noch kein Beweis, wies eine untersuchte Netsky-Variante tief im Code Parallelen zu Sasser auf. Der Spiegel nennt es auch: "Bekennerschreiben" im Viruscode

Der europäische Präsident der Anti-Virus Firma Trend Micro, Raimund Genes, sagte dazu: With Sasser, the author seems to be showing off his coding capabilities, but otherwise i have no idea what the motive is.

Man kann allerdings davon ausgehen, dass am Ende massenhafter Wurmverbreitungen eine gebündelte Attacke der infizierten Computer gegen Microsoft geplant ist.

Bei Microsoft stehen derzeit noch 3 " Kopfgelder" in Höhe von 250.000$ für Informationen über frühere Verbreitungen aus, ohne dass diese zu Ermittlungserfolgen führen konnten. Daher wurde für Sasser und dessen "Eltern" offiziell noch keine weitere Prämie ausgesetzt.

Unten nochmals der Link zum Sicherheits-Update von Microsoft. Betroffen sind Microsoft Windows 2000-, NT- und XP-Systeme.