Einen Aufschrei unter Vertretern von Presse-, Meinungs- und Informationsfreiheit ging vor kurzem um die Welt: Die indische Regierung will offenabr dem chinesischen Beispiel folgen, und die heimischen Internetuser einer Zensurmaschinerie aussetzen.

Zum einen sollen künftig nur noch heimisch lizensierte Anbieter VoIP Telefonie betreiben dürfen, und Firmen werden verpflichtet, ihren Betreiber zu nennen. Dies würde das aus für ausländische Unternehmen wie Skype oder Net2Phone bedeuten.

Überdies will man über Filter den Zugriff auf Seiten verhindern, die gegen indisches Recht verstossen. Indische ISPs laufen bereits Sturm gegen diese Pläne. Von Seiten der Behörden wurde noch keine Begründung für die kommenden Maßnahmen genannt, man geht aber davon aus, dass Angst vor Terrorismus ein Mitgrund sein dürfte. Im heurigen Juli wurden nach Sprengstoffanschlägen auf Züge mehrere Weblogs und andere Seiten gesperrt, die angeblich Hassbotschaften verbreitet hatten.