Google Earth ist vielen von uns bekannt. Als virtueller Globus hat sich das Programm auf vielen Desktops etabliert, greift es doch auf regelmässig aktualisiertes Material von Fotosatelliten zurück und war schon Quelle einiger interessanter Entdeckungen.

Obwohl Google Earth neben Windows auch Linux unterstützt, war vielen Anhängern der Open Source Bewegung der geschlossene Programmcode ein Dorn im Auge. Darum starteten einige ambitionierte Nutzer das Projekt Gaia mit dem Ziel via Reverse Engineering das Protokoll nachzubauen und einen unter GNU Lizenz laufenden Klon des Programms zu entwickeln.

Anscheinend war man dabei zu erfolgreich, prompt nach Release von Gaia 0.10 flatterte ein Brief von Michael Jones, seines Zeichens Cheftechniker für Google Earth und andere Abteilungen, herein, der das Reverse Engineering und die Nutzung von Google-eigenem Datenmaterial untersagt. Dem wurde prompt Folge geleistet, und das Programm umgehend von der Homepage entfernt. Derzeit überlegt man, ob man Gaia als normalen 3D Globus fortführen will.

Wer der Google Software partout nicht vertrauen mag, aber trotzdem mit halbwegs aktuellem Bildmaterial versorgt sein will, für den gibt es noch eine weitere Alternative: NASA WorldWind.